Andreas Gabalier - Vergiss Mein Nicht - Cover
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Andreas Gabalier Vergiss Mein Nicht


  • Label: Electrola/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

I sing an Jodler für di: Das sechste Studioalbum des österreichischen Schlager- und Volksmusiksängers.

Österreichs Volks-Rock’n’Roller Nummer 1, Andreas Gabalier (33), meldet sich nach seinem erfolgreichen „MTV Unplugged“-Ausflug aus dem Jahr 2016 mit einem neuen Studioalbum zurück, für das wieder einmal Rekordumsätze (inklusive einer ausverkauften Tournee) erwartet werden. Denn nur wenige Künstler des Genres verkaufen so konstant so viele Tonträger und Konzertkarten wie der Muskelmann aus Kärnten. Dabei setzte Andreas Gabalier auch für „Vergiss mein nicht“ auf altbewährte Erfolgsgaranten.

So wurde der Longplayer in Berlin, London und Nashville aufgenommen und wie gewohnt von Gabaliers Kumpel Mathias „LeMatrix“ Roska (Beatrice Egli, DJ Ötzi, Nik P.) produziert. Ein Dutzend Songs sind zusammengekommen, die im Idealfall sofort ins Ohr gehen – so wie der Opener „Verdammt lang her“, der freilich nichts mit dem (fast) gleichnamigen BAP-Klassiker zu tun hat, sondern sich mit der wilden Teenager-Zeit des Österreichers beschäftigt und damit als neuer Stadion- und Gassenhauer prädestiniert ist. Viel besser konnte Andreas Gabalier seine Hörer nicht abholen. Und er legt auch gleich nach.

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„Hallihallo“ eifert mit stampfenden Beats dem Megahit „Hulapalu“ nach, „Ewig“ kommt als pathostriefende Pianoballade daher und der Titelsong macht auf hymnischen Rock’n’Roller mit Streichern, Gothic-Rock-Geklimper und Rap-Parts. Das kann sich nur leisten, wer vor Authentizität kaum durch die Tür passt. Deshalb darf Gabalier in „Loving arms“ auch Deutsch und Englisch miteinander vermischen, in „Kaiserjodler“ ganz auf volkstümlich machen und in „Das gibt’s ja net“ seinem Landsmann Falco als Rapper nacheifern.

Für Gabalier-Fans dürfte dies das Nonplusultra im Bereich Schlager und Volksmusik darstellen. Und in der Tat sind dem 33-Jährigen gewisse Sympathiepunkte nicht abzusprechen. So kann sich der Österreicher auch vermeintliche Albereien wie „Eine Insel mit zwei Bergen (Das Lummerlandlied)“ leisten, ohne dass gleich das ganze Album aus dem Ruder läuft. Deshalb: Augen zu und durchwinken!

Anspieltipps:

  • Ewig
  • Das Pinkerl
  • Sommerregen
  • Vergiss mein nicht
  • Verdammt lang her
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