Biffy Clyro - MTV Unplugged: Live At Roundhouse London - Cover
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Biffy Clyro MTV Unplugged: Live At Roundhouse London


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mon the Biff! Den Schotten von Biffy Clyro wird die „MTV Unplugged“-Ehre zuteil.

Dass die schottische Rockband Biffy Clyro nun auch zum erlauchten Kreis der „MTV Unplugged“-Gemeinde zählt, belegt, dass der Wachstumsprozess der ehemaligen Indie-Kapelle noch immer nicht abgeschlossen ist und die kommerziellen Weihen noch längst nicht vollständig eingefahren sind. Die Band veröffentlicht in einer atemberaubenden Regelmäßigkeit neue Musik und so wird auch die Aufnahme vom 8. November 2017 aus dem ehrwürdigen Londoner „The Roundhouse“ nicht künstlich bis zum lukrativen Weihnachtsgeschäft zurückgehalten, sondern noch vor dem nahenden Sommerloch auf den Markt gebracht. So geht Dienst am Fan.

Die Gesetze von „MTV Unplugged“ sehen vor, dass die Musiker ihren Songs neue, akustische Arrangements verpassen. Daran wird sich mal mehr, mal weniger gehalten. Biffy Clyro – Simon Neil (Gesang, Gitarre), Ben Johnston (Bass, Gesang) und James Johnston (Schlagzeug, Gesang) – sind allerdings brave Jungs und bleiben dem Akustik-Gedanken weitgehend treu. Die Urformen der Songs machen es ihnen aber auch leicht. Dabei hat das Trio sein Frühwerk von „Blackened Sky“ (2002) über „The Vertigo Of Bliss“ (2003) bis hin zu „Infinity Land“ (2005) in der 15 Songs umfassenden Setlist bewusst ausgespart und konzentriert sich dafür auf die Major-Jahre.

Leider wurden nicht alle an dem Abend gespielten Songs für das Album verwertet. Doch auch so bekommt der Hörer einen stimmigen Konzertmitschnitt geboten, bei dem Biffy Clyro das bisher unveröffentlichte „Different kind of love“ sowie den Beach-Boys-Klassiker „God only knows“ aus der Überraschungskiste zaubern. Das Publikum geht bei allen Songs textsicher mit und sorgt so für ein authentisches Live-Feeling, das in der Abmischung gerne mal untergeht. Nicht so bei „MTV Unplugged: Live At Roundhouse London“, das sich als eines der sympathischeren Alben in der jüngeren Unplugged-Geschichte erweist.

Anspieltipps:

  • Bubbles
  • Mountains
  • The captain
  • Re-arrange
  • Folding stars
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