Robin McKelle - Melodic Canvas - Cover
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Robin McKelle Melodic Canvas


  • Label: Doxie Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Robin McKelle gehört zu den Musikerinnen, die keine schlechten Alben produzieren können.

Am spannendsten ist „Melodic Canvas“ für die Künstlerin selbst. Erstmals hat Robin McKelle die Produktion komplett in die eigenen Hände genommen und vorneweg ist zu bestätigen, dass die Sängerin weiß, was sie tut. Das Album lebt von einem warmen, klaren Klang, der insbesondere den Instrumenten guttut. Dass die Musik auf McKelles neuem Album teils zum Beiwerk gerät, ist für alle Parteien zu verschmerzen. Der gefühlvolle, aber nie invasive Grundton ihrer Musik sorgt für entspannte Soul-Pop-Sessions, die nie zur falschen Zeit kommen.

Wenn auf „Melodic Canvas“ schon vieles eigens produziert ist, bedient sich die Künstlerin bei den Lieder selbst dafür bei bekannten Namen wie Allen Toussaint und Ray Charles. Die gute Nachricht für Robin McKelle ist, dass ihre eigenen Songs den Covern in nicht viel nachstehen. „Do You Believe“ und „Come To Me“ sind richtig gute Nummern, die dem Kammer-Soul McKelles passenden Untergrund versprechen. Dass mit „You’re No Good“ und „It Won’t End Up“ auch unteres Mittelmaß aus der eigenen Feder stammt, ist zwar ärgerlich, aber zeigt gleichzeitig, dass die Musikerin selbst in ihren schwächsten Momenten nie schlecht ist.

Mal neigt sie sich Richtung Pop und erinnert sogar an 708,Simply Red, um dann in „Yes We Can Can“ ihrem Lieblingsgenre zu huldigen. Die hauptsächliche Kritik besteht darin, dass „Melodic Canvas“ nie Fahrt aufnimmt. Entweder bremsen die schwächeren Tracks das Album aus oder die Intensität der Lieder ist zu verschieden, um einen musikalischen Fluss entstehen zu lassen. Besonders „Yes We Can Can“ hebt sich unnatürlich ab und erdrückt die umstehenden Lieder. Dieses Gejammer findet jedoch auf hohem Niveau statt, während Robin McKelle abermals ein ordentliches Album abgeliefert hat.

Anspieltipps:

  • Yes We Can Can
  • Do You Believe
  • Come To Me

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