Bruce Dickinson - Soundtrack: Scream For Me Sarajevo - Cover
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Bruce Dickinson Soundtrack: Scream For Me Sarajevo


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 71 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Soundtrack zu einem Dokumentarfilm über ein ungewöhnliches Konzert aus dem Jahr 1994.

Die Iron-Maiden-Frontsirene Bruce Dickinson spielte am 14. Dezember 1994 im Alter von 35 Jahren ein geheimes Konzert in Sarajewo, der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas – und damit mitten im damaligen Kriegsgebiet. Was völlig bescheuert klingt, passiere tatsächlich und wurde vor gut zwei Jahren unter der Regie von Tarik Hodzic in einem Dokumentarfilm nacherzählt, der nun unter dem Titel „Scream For Me Sarajevo“ auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wird. Für Iron-Maiden- und Dickinson-Kenner ein wirklich perfekter Titel. Stichwort: „Live After Death“. Wir kümmern uns hier um den dazugehörigen Soundtrack.

Zum Zeitpunkt des Auftritts, der für alle Beteiligten unter Lebensgefahr stattfand, hatte Bruce Dickinson seinen Job als Sänger bei Iron Maiden gekündigt und stieg so richtig in seine Solokarriere ein, die in den 90er Jahren fünf Studioalben abwarf. Aktuell hatte der Sänger allerdings nur die Alben „Tattooed Millionaire“ (05/1990) und „Balls To Picasso“ (06/1994) auf dem Markt. Doch das reichte, um mit der Begleitband, die später auf „Skunkworks“ (02/1996) zu hören sein sollte, ein gefeiertes Konzert abzuliefern.

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Der parallel zur Dokumentation erscheinende „Scream For Me Sarajevo“-Soundtrack ist – wenn man ehrlich ist – kein Soundtrack im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr eine verkappte Best-Of-Sammlung, gekoppelt mit ein paar Raritäten, die sich durch die gesamte Solokarriere Dickinsons zieht. Stücke wie „Acoustic song“, „Inertia (live)“ und „Eternal“ sind solche zusammengetragenen Kostbarkeiten, die sich mit Klassikern wie „Tears of the dragon“, „Change of heart“, „Road to hell“ oder auch „Navigate the seas of the sun“ die Spielzeit teilen.

Wer jetzt also den Mitschnitt – oder zumindest Teile davon – des sagenumwobenen 1994er Konzerts in Sarajevo erwartet hat, könnte durchaus enttäuscht sein. Eindrücke davon liefert ausschließlich der Film. Dennoch ist „Scream For Me Sarajevo“ auch so eine echte Hausnummer, da Bruce Dickinson in seiner Solophase jede Menge Songs geschaffen hat, die seiner Hauptband Iron Maiden ebenbürtig und mindestens genauso episch sind („Omega“). Das Hörvergnügen ist demnach garantiert, wenn sich der Hörer durch 14. Tracks wühlt, die von einem ausführlichen Booklet begleitet werden, das den (positiven) Irrsinn dieses 14. Dezember 1994 noch einmal schildert.

Anspieltipps:

  • Omega
  • Road to hell
  • Change of heart
  • Tears of the dragon
  • Darkside Of Aquarius
  • Strange death in paradise
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