The Coral - Move Through The Dawn - Cover
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The Coral Move Through The Dawn


  • Label: Ignition/INDIGO
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Coral, und der Versuch, etwas Reales in einer Welt zu finden, die von Tag zu Tag künstlicher wirkt.

Die schon immer als leicht spleenig geltende Band The Coral aus Hoylake, Merseyside, die seit mehr als 17 Jahren stilistisch so ziemlich alles durch den Wolf dreht, um daraus eine Art psychedelischen Folk-Rock zu basteln, meldet sich mit ihrem inzwischen neunten Studioalbum „Move Through The Dawn“ auf der Bildfläche zurück. Das Werk wurde in den beschaulichen Parr Street Studios in Liverpool aufgenommen und von Rich Turvey (u.a. Clean Cut Kid, Cabbage, Blossoms) produziert.

Nachdem The Coral zwischenzeitlich eine längere Pause eingelegt hatten und zwischen dem „Butterfly House“- (07/2010) und dem „The Curse Of Love“-Album (11/2014) mehr fast 4½ Jahre verstreichen ließen, ist die Band seit „Distance Inbetween“ (03/2016) wieder im geregelten Fahrwasser, um den bis dato mehr als eine Million Mal verkauften Longplayern noch ein paar folgen zu lassen. Mit „Move Through The Dawn“ haben sie dazu ein Album aufgenommen, das sich auf das Spätwerk Phil Spectors aus den 70er und frühen 80er Jahre bezieht.

Das freakige Cover passt jedenfalls schon mal zu den wortgewaltigen Ankündigungen. Und irgendwie musste auch wieder ein Tier mit auf das Cover. So haben wir The Coral gern, die sich mit elf Songs in 34 Minuten Spielzeit angenehm kurzfassen und gleich zu Beginn mit „Eyes like pearls“ und „Reaching out for a friend“ zwei Songs raushauen, die an den schlageresken Twang der Traveling Wilburys erinnern. Klingt verrückt, ist aber so und passt sehr gut zum Musik- und Humorverständnis der Band.

Auf diese Weise wickeln The Coral den Hörer in ein gnadenloses Gute-Laune-Album ein, das als das wohl melodischste und eingängigste Werk in die lange Band-Geschichte einziehen wird. Okay, dieser Umstand wird dem einen oder anderen Fan der frühen Longplayer vielleicht nicht gefallen, aber The Coral beweisen damit, dass sie auch das „nicht-spinnerte“ Fach beherrschen und ein klassisches Popalbum vorlegen können.

Anspieltipps:

  • She’s a runaway
  • Eyes of the moon
  • Strangers in the hollow
  • Undercover of the night
  • Reaching out for a friend
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