Powerwolf - The Sacrament Of Sin - Cover
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Powerwolf The Sacrament Of Sin


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kann denn Metal Sünde sein? Höchstens dann, wenn man seine Erfolgsformel zu häufig kopiert, um die Spitze der Charts zu knacken.

Es bedarf keiner Diskussion, dass sich die deutsche Heavy-Metal-Band Powerwolf aus dem beschaulichen Saarbrücken seit ihrem 2005er Debütalbum „Return In Bloodred“ bis heute zu einem der beliebtesten Genre-Vertreter hochgearbeitet hat. Mit ihrem fünften Longplayer „Preachers Of The Night“ (07/2013) gelang den Herren Attila Dorn (Gesang), Matthew Greywolf (Gitarre), Charles Greywolf (Bass), Falk Maria Schlegel (Orgel) und Roel van Helden (Drums) mit Platz eins in den deutschen Charts der bis dato größte kommerzielle Erfolg, der nun mit „The Sacrament Of Sin“ wiederholt werden soll, nachdem „Blessed & Possessed“ aus dem Jahr 2015 lediglich Platz drei schaffte.

Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Wiederum wird das Album im Juli und damit im traditionellen Sommerloch auf den Markt gebracht, in dem die Konkurrenz sowie die Veröffentlichungsdichte äußerst überschaubar ist. Mit elf neuen Power-Hymnen, die mit gewohnter Kraft, Pomp und Theatralik aus den Boxen walzen, sollten also auch heuer keine Gefangenen gemacht und einer der vorderen Chart-Plätze unter Dach und Fach gebracht werden. Dazu haben Powerwolf ihren erfolgsverwöhnten Sound nur ganz dezent mit neuen Elementen angereichert. Wie zu erwarten war, vertraut die Band lieber auf ihre bewährten Markenzeichen – und die haben es bekanntlich in sich!

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Nach einem bombastischen Intro mit fetten Chören und Tempo-Riffing par excellence im Opener „Fire & forgive“, weiß der Hörer sofort woran er ist. Powerwolf lassen in wohldosierten 43 Minuten diverse Abrissbirnen wie „Incense and iron“, „Nightside of Siberia“ und dem Titeltrack „The sacrament of sin“ schwingen und beweisen dabei mit Songs wie „Demons are a girl’s best friend“ oder auch „Stossgebet“ (dem nach „Kreuzfeuer“ aus dem Jahr 2013 zweiten deutschsprachigen Stück in der Band-History) ihren ureigenen Humor.

Dazu bieten die Saarländer mit „Where the wild wolves have gone“ eine zünftige Metal-Ballade auf und runden das Ganze mit Stadionhymnen wie „Nighttime rebel“ ab, sodass alle Power-Metal-Fans mit „The Sacrament Of Sin“ wieder eine amtliche Vollbedienung erhalten, die gewiss auch ihre Kritiker haben wird. Doch so professionell wie Powerwolf mit ihren Trademarks umgehen, ist es schwer, echte Stinkbomben auszumachen.

Anspieltipps:

  • Stossgebet
  • Nighttime rebel
  • Nightside of Siberia
  • Killers with the cross
  • Demons are a girl’s best friend
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