Florence + The Machine - High As Hope - Cover
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Florence + The Machine High As Hope


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das nicht zwingend auf Singles setzt, sondern am besten als Ganzes genossen funktioniert.

Florence Welch (31) alias Florence + The Machine meldet sich mit ihrem vierten, in Los Angeles aufgenommenen Studioalbum „High As Hope“ – dem Nachfolger von „How Big How Blue How Beautiful“ aus dem Jahr 2015 – auf der Bildfläche der internationalen Popmusik zurück. Das Werk wurde von Emile Haynie (u.a. Lana del Rey, Kid Cudi, Emeli Sandé, Bruno Mars, Dua Lipa, Eminem) produziert und beglückt den Hörer mit Gastauftritten von Kamasi Washington, Tobias Jesso Jr., Jamie XX, Sampha und Kelsey Lu.

Im Vorfeld wurde der Longplayer etwas unentschlossen als Florences Rückkehr zu ihren Wurzeln, gepaart mit Ausflügen auf neues musikalisches Terrain angekündigt. Wirklich etwas ausgesagt ist damit nicht, wobei die Britin inhaltlich intimer denn je mit ihren Texten umgeht und Dinge wir ihre jahrelange Essstörung thematisiert: „Ich dachte früher, dass Chaos mein Antrieb ist. Aber: je ausgeglichener ich mich fühle, desto mehr kann ich in meine Arbeit stecken. Ich kann nun über Dinge sprechen, die ich vorher nicht ansprechen konnte“.

Damit setzt Florence Welch den auf „How Big How Blue How Beautiful“ (05/2015) in Bezug auf ihre Lyrics eingeschlagenen Weg fort und liefert ein ernsthaftes und zumeist betont ruhiges Werk ab, das weit weg von ausladendem Pop und Trends agiert und damit einen auffälligen Gegenpart zum genannten Vorgänger darstellt. So beginnt bereits der Opener „June“ mit getragenen Klängen, unterstützt von Streichern, die sich durch das gesamte Album ziehen und einer dezenten Melancholie, die ebenfalls einen tragenden Bestandteil der meisten Stücke ausmacht.

Etwas kraftvoller und dynamischer geht es dagegen in den Songs „Hunger“, „South London forever“ und „Patricia“ zur Sache – aber jeweils nur in einem klar abgesteckten Rahmen, sodass die Grundstimmung von „High As Hope“ nie aus dem Ruder gerät. Dadurch erwartet den Hörer über kompakte 40 Minuten Spielzeit ein gefühlsbetonter Songreigen, der gekonnt instrumentiert wurde und nicht zwingend auf Singles setzt, sondern am besten als Ganzes genossen funktioniert.

Anspieltipps:

  • June
  • Big god
  • Patricia
  • No choir
  • South London forever
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