Kissin´ Dynamite - Ecstasy - Cover
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Kissin´ Dynamite Ecstasy


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kissin‘ Dynamite sind zurück auf einem Majorlabel und präsentieren dazu passend schnittigen Mainstream-Hardrock.

Schau mal einer an! Die Hardrock- und Heavy-Metal-Band Kissin‘ Dynamite aus dem schwäbischen Reutlingen, die ihre Karriere im zarten Teenageralter begann, ist mit ihrem aktuellen Longplayer „Ecstasy“ beim Branchenriesen Columbia Records (Sony Music) gelandet, nachdem die Band vor zehn Jahren mit „Steel Of Swabia“ (07/2008) bereits beim damaligen EMI Major-Sublabel Capitol Records andocken konnte und danach zur Hamburger Indie-Firma AFM Records wechselte. Dort verabschiedete man sich im vergangenen Jahr nach drei Studioalben mit dem ersten offiziellen Live-Werk „Generation Goodbye: Dynamite Nights“ (07/2017) und gehört nun zum erlauchten Kreis der Sony-/Columbia-Familie.

Wer die Karriere der Herren Johannes Braun (Gesang), Andre Braun (Gitarre), Jim Müller (Gitarre), Steffen Haile (Bass) und Andreas Schnitzer (Drums, Texte) verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass sich Kissin‘ Dynamite von Album zu Album immer weiter in den Charts hocharbeiten konnten und inzwischen über eine breite Fanschar verfügen. Dass die fünf Schwaben als Poser-Band belächelt wurden, hat sich zwar noch immer nicht ganz gelegt und dass Johannes Braun als Songschreiber und Produzent im Team von Elephant Music (u.a. Santiano, Bannkreis, Exit Eden, Oonagh, Beyond The Black) mitarbeitet, ist auch noch so eine Sache. Doch Fakt ist: Das Potenzial von Kissin‘ Dynamite ist nicht zu überhören.

Das Team von Elephant Music hat natürlich auch an „Ecstasy“ mitgearbeitet, das mit 13 Songs und 55 Minuten Spielzeit vergleichsweise üppig ausgefallen ist und mit seinem melodischen Hardrock, dem sehr deutlich die kompositorische Nähe zu Santiano und Co. anzumerken ist, auffällig in Mainstream-Gefilden wildert („You’re not alone“, „Heart of stone“). Als Vergleiche lassen sich dazu Bands wie Edguy („Ecstasy“), Cinderella („Still around“) und frühe Bonfire („Waging war“) sowie Querverweise in Richtung Modern Metal à la Disturbed („Breaking the silence“) heranziehen, die alle bekanntermaßen für diverse große Hymnen vertraut sind.

All das ergibt unterm Strich eine solide und souveräne Leistung, die einigen vielleicht zu glattgeschliffen klingen mag, aber handwerklich ohne Fehl und Tadel daherkommt. Echte Geniestreiche sucht der Hörer dennoch vergebens. Aber die haben wir von Kissin‘ Dynamite eh noch nie vernommen. Trotzdem sehen die Chancen auf ein gutes Abschneiden in den Chars nicht schlecht aus, eröffnet „Ecstasy“ doch das mindestens sechswöchige Sommerferienloch, in dem die Konkurrenz gewohnt schwach ausfällt.

Anspieltipps:

  • Placebo
  • Still around
  • Waging war
  • Heart of stone
  • You’re not alone
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