Dizzy Reed - Rock ´N Roll Ain´t Easy - Cover
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Dizzy Reed Rock ´N Roll Ain´t Easy


  • Label: Golden Robot Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ladies and Gentlemen: Mister Dizzy Reed. Der GNR-Keyboarder legt eine Soloplatte vor.

Seit etwa zwei Jahren sind Guns N‘ Roses mit etwas was der Originalbesetzung nahe kommt wieder auf Tour, doch während alle Welt von der Wiedervereinigung von Axl Rose und Slash, mitunter auch Duff McKagan, spricht, vergisst man schnell, dass es noch einen Gunner gibt der seit 1990 an der Seite von Rose steht: Dizzy Reed. Für viele Fans war der Einstieg des Keyboarders und Pianisten der Anfang vom Ende von Guns N‘ Roses, andererseits hat er dem Bandsound mehr Variabilität und Abwechslung gebracht.

Eröffnet wird das Album mit AC/DC-Riff, ordentlichem Sleaze-Einschlag und skandinavisch klingendem Hardrock. „This Don’t Look Like Vegas“ tönt insgesamt ziemlich gut, allerdings macht spätestens das grungigere „Mother Theresa“, das als Mischung aus Soundgarden und Alice In Chains daherkommt, klar, dass es einen Fremdkörper auf diesem Album gibt und das ist ausgerechnet Dizzy Reed selbst. Gesanglich ist ihm kein Vorwurf zu machen, seine Stimme erinnert mitunter an John Garcia von Kyuss, jedoch will das Klaviergeplänkel von Reed so gar nicht zum Rest der Musik passen.

Sieht man von den teilweise seltsam anmutenden und reingemischten Klavierpassagen ab, macht der 54-jährige nicht viel falsch. „Cheers 2 R Oblivion“ bietet melancholischen Rock, „Dirty Bomb“ schielt wieder Richtung Stadion, „I Celebrate“ gerät etwas moderner. Dazwischen finden sich aber doch immer wieder auch Songs der Marke „Fragile Water“, das als Pomp-Ballade daherkommen will, aber nicht genügend songschreiberische Tiefe besitzt oder „Mystery In Exile“, dass allzu austauschbar und beliebig daherkommt. Zum Abschluss des Albums gibt es mit dem flotten und eingängigen Punkrocker „Reparations“ und dem Southern Rock-lastigen Titelsong noch einen versöhnlichen Abschluss. Hier passt auch das Klavier endlich mal wirklich rein.

Insgesamt liefert Dizzy Reed mit „Rock’n’Roll Ain’t Easy“ ein solides Soloalbum ab. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder Song will zwar nicht zünden, insgesamt finden sich aber einige gute Songs. Größtes Manko bleibt allerdings leider Reeds Klavier, das so gar nicht zum Rest der Musik passen will. Das ist insofern schade, als er als Sänger zwar keine grandiose, aber durchaus gute Figur abgibt.

Anspieltipps:

  • This Don’t Look Like Vegas
  • Dirty Bomb
  • Reparations

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