Eric Clapton - Soundtrack: Life In 12 Bars - Cover
Große Ansicht

Eric Clapton Soundtrack: Life In 12 Bars


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 154 Minuten
Artikel teilen:
9/10 Unsere Wertung Legende
8.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Soundtrack zur Odyssee eines Virtuosen mit 32 Songs aus fünf Jahrzehnten.

Im September des vergangenen Jahres veröffentlichte die amerikanische, mit einem Oscar ausgezeichnete Regisseurin und Filmproduzentin Lili Fini Zanuck (64) den Dokumentarfilm „Eric Clapton: Life In 12 Bars“. Dieser beschäftigt sich mit dem turbulenten Leben der britischen Gitarren-Legende Eric Clapton (73) und feierte 2017 auf dem internationalen Filmfestival im kanadischen Toronto seine Weltpremiere. Am 29. Juni 2018 erscheint die Doku nun auch hierzulande auf DVD und Blu-ray, flankiert von einem üppigen Soundtrack, der 32 Songs auf zwei CDs bzw. vier Vinyl-Alben beinhaltet und dem geneigten Hörer jede Menge, zum Teil rare Songs von den Yardbirds, John Mayall & The Bluesbreakers, Cream, Blind Faith, Derek And The Dominos, The Beatles, Aretha Franklin, Muddy Waters, George Harrison und natürlich Eric Clapton solo bietet.

Lili Fini Zanuck wirkte in ihrer Laufbahn an großen Filmproduktionen wie „Cocoon 1 & 2“, „Rush“, „Mulholland Falls“, „Reign Of Fire“ oder auch „Driving Miss Daisy“ mit, für den sie einen Oscar erhielt, und arbeitete bereits für den Film „Rush“ (1991) gemeinsam mit Eric Clapton an dem dazugehörigen Soundtack-Album. Von daher kannten sich die beiden, was es für Lili Fini Zanuck erleichterte, einen tiefblickenden Film zu kreieren, der hinter die Kulissen des Lebens einer Legende schaut, der auf der einen Seite seitdem mehr als 280 Millionen Tonträger verkauft hat, aber auch viele persönliche Tragödien erleiden musste.

Musikalisch prägte Eric Clapton in den 60er Jahren den Bluesrock. Lili Fini Zanuck bringt dies dem Zuseher durch Backstage-Aufnahmen, Heimvideos, Fotos, Briefe und Tagebucheinträge näher, während sich der Soundtrack nicht nur mit den bekannten Hits und Klassikern befasst, sondern auch die eine oder andere Rarität auspackt. So liegen zum Beispiel die Songs „After midnight“ und „Let it rain“ in brandneuen Mix-Versionen von Eric Clapton persönlich vor. Darüber hinaus bietet „Life In 12 Bars“ eine bisher unveröffentlichte 17-Minuten-Version des Cream-Songs „Spoonful“ aus dem Jahr 1968, die noch nie veröffentlichte Langversion von „I shot the sheriff“, die Urversion von „High“ und eine Live-Verbeugung vor Jimi Hendrix mit „Little wing“.

Dokumentarfilm hin oder her: Mit „Eric Clapton: Life In 12 Bars“ erhält der Käufer eine herausragende Songsammlung ohne nennenswerte Schwächen, bei der bestimmt nicht nur Blues-Freunde auf ihre Kosten kommen. Bei mehr als einem halben Dutzend bis dato unveröffentlichter Versionen werden auch Fans und Sammler fair bedient, die sich auf weit mehr als zwei Stunden Musikgeschichte freuen dürfen.

Anspieltipps:

  • Spoonful
  • White room
  • For you love
  • Strange brew
  • My sweet lord
  • After midnight
  • I shot the sheriff
  • Sunshine of your love
  • I've got my mojo working
Neue Kritiken im Genre „Blues“
Diskutiere über „Eric Clapton“
comments powered by Disqus