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The Cure Mixed Up (Deluxe Edition)


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 217 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Robert Smith hat sich das Remix-Album aus dem Jahr 1990 noch einmal vorgenommen, technisch auf neuesten Stand gebracht und auf drei CDs mit 38 Songs erweitert.

Das letzte Studioalbum „4:13 Dream“ liegt inzwischen zehn Jahre zurück. Doch The-Cure-Mastermind Robert Smith (59) kommt mit neuen Songs noch immer nicht aus dem Quark. Zu viele Verpflichtungen hier und da und Geld wird nur durch Live-Auftritte verdient. Da scheint die Zeit echt knapp zu sein, um mal wieder konzentriert an frischem Material zu arbeiten – und dieses letztendlich auch aufzunehmen. Hoffen wir einfach mal auf nächstes Jahr und schauen, was uns die nächsten Monate bis dahin so bringen.

So brachte die Band zum diesjährigen „Record Store Day“ am 21. April das 1990er Album „Mixed Up“ (11/1990) noch einmal auf Vinyl heraus. Dieser auf 7.000 Stück limitierten Veröffentlichung als Doppel-Picture-Disc folgt nun auch die CD-Variante in verschiedenen Versionen, wobei die Deluxe-Ausgabe auf drei CDs erweitert und komplett remastert wurde. Da der dritte Silberling im Bunde namens „Torn Down: Mixed Up Extras 2018“ bis dato völlig neue Versionen enthält, werden The-Cure-Fans hier wohl ohne Murren zuschlagen.

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In den 80er Jahren gehörte es zum guten Ton in der Musikkultur, ausgekoppelte Singles in sogenannten 12“-Maxi-Versionen auf den Markt zu bringen, die mit zum Teil obskuren Remix- und Endlos-Fassungen („Extended Mixes“) glänzten. Musikalisch waren diese Schallplatten oft nur für DJs sinnvoll, während sich die Fans zumindest über nette Sammlerstücke freuen konnten. Auch The Cure brachten in dieser Zeit wie üblich 12-Inch-Maxis heraus. Doch dann hatte Robert Smith nach dem Release des gefeierten „Disintegration“-Albums (05/1989) die Idee, bereits herausgebrachte Maxi-Singles zusammen mit komplett neuen Remix-Versionen auf einem Longplayer zu bündeln. Daraus resultierte ein üppiges Doppelalbum mit einem Dutzend Tracks und über 80 Minuten Spielzeit: The Cure „Mixed Up“.

Bei der Zusammenstellung des Albums fiel auf, dass die Bänder für die Mix-Versionen von „The walk“ und „A forest“ verschwunden waren. Kurzerhand wurden die Songs neueingespielt. Ähnlich pragmatisch verlief nun die Zusammenstellung der 2018er Ausgabe von „Mixed Up“, die auf drei CDs verteilt herauskommen sollte. Weil dazu aber nicht genügend Material vorhanden war, setzte sich Robert Smith einfach daran und agierte zwischen August und Oktober 2017 höchstselbst als Remixer. 16 zusätzliche Tracks kamen auf diese Weise zusammen.

Auf der 2018er Luxus-Ausgabe von „Mixed Up“ bekommt der Hörer nun satte 3½ Stunden Musik aus dem Mix-Wolf vorgesetzt. Musik, die sich durch eine nachträgliche Dekonstruktion in der Regel nur verschlimmbessern kann, aber trotzdem – oder gerade deswegen – ein paar nette Momente bereithält. Schließlich ist die Basis vieler The-Cure-Songs eh ein bisschen schräg, wodurch die Band einen bemerkenswerten Eigensound entwickelt hat, der auf „Mixed Up“ genüsslich in die Länge gezogen wird. Wer’s mag, wird sich freuen. Aber zumindest hatte Robert Smith so viel Spaß bei der Sache, dass er wieder auf den Geschmack gekommen ist, neue Songs zu schreiben. Wir drücken die Daumen, dass dabei ein „richtiges“ Cure-Studioalbum herauskommt. Irgendwann 2019.

Anspieltipps:

  • Lullaby (Extended Mix)
  • Never enough (Big Mix)
  • Lovesong (Extended Mix)
  • Inbetween days (Shiver Mix)
  • Let’s go to bed (Extended Mix)
  • The love cats (TC & Benny Mix)
  • Why can’t I be you? (Extended Mix)
  • Pictures of you (Extended Dub Mix)
  • Boys don’t cry (New Voice Club Mix)
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