Night Demon - Live Darkness - Cover
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Night Demon Live Darkness


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 92 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn Heroen wie Judas Priest und Iron Maiden irgendwann mal abtreten sollten, stehen Night Demon für die Nachfolge bereit!

Die im Jahr 2011 in Ventura, Kalifornien, gegründete Heavy-Metal-Band Night Demon, aktuell bestehend aus Jarvis Leatherby (Gesang, Bass), Armand John Anthony (Gitarre) und Dusty Squires (Drums), legt mit „Live Darkness“ nach nur zwei Studioalben und einer EP bereits einen Live-Longplayer vor. Wofür andere Bands Jahre der Anerkennung und locker ein halbes Dutzend Alben brauchen, wird von dem Trio einfach ignoriert und außer Kraft gesetzt. Ist das dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der Band geschuldet oder einfach nur die logische Konsequenz daraus, dass sich Night Demon seit Jahren den Arsch abgespielt haben und nun die Früchte ihres hervorragenden Live-Status ernten wollen?

Zwei Silberlinge mit knapp über 90 Minuten Spielzeit geben darüber Aufschluss. Sie dokumentieren, was die neuzeitlichen Jünger der New Wave Of British Heavy Metal in den zurückliegenden Jahren auf unzähligen Konzerten geleistet haben und warum ihre Longplayer „Curse Of The Damned“ (01/2015) und „Darkness Remains“ (04/2017) von Fans und Medien äußerst wohlwollend aufgenommen wurden. Und das ist auch gut so. Schließlich braucht die Szene irgendwann mal Nachfolger für Heroen wie Judas Priest und Iron Maiden. Night Demon stehen dazu definitiv bereit!

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Night Demon liefern auf „Live Darkness“ ein schweißtreibendes Set aus 23 Songs ab, das am 2. Dezember 2017 im Beachland Ballroom in Cleveland, Ohio, aufgezeichnet wurde und einen allumfänglichen Eindruck des bisherigen Schaffens der Amerikaner abgibt. Dabei fällt auf, dass dem Trio noch die großen Hits ihrer berühmten Vorbilder fehlen, aber in Sachen Atmosphäre bereits große Schritte gemacht wurden. Der Hörer kann spüren, dass Night Demon mit Feuereifer bei der Sache sind und dass die Energie der Band im wahrsten Sinne des Wortes ansteckend ist.

Der Gedanke daran, dass die klassische Old-School-Metal-Szene über kurz oder lang einen gewaltigen Umbruch erleiden wird, wenn die Helden der 80er Jahre langsam aber sicher in Rente gehen werden, ist alles andere als beruhigend, auch wenn mit Bands wie Monument (UK) und Night Demon (USA) durchaus bemerkenswerte Nachfolger in den Startlöchern stehen. Diese benötigen aber gewiss noch einige Reifezeit, um es vollends mit den alten Hasen aufnehmen zu können. Die gute Nachricht: Sie kommen ihnen immer näher.

Anspieltipps:

  • Satan
  • Ancient evil
  • The chalice
  • Maiden hell
  • Full speed ahead
  • Darkness remains
  • Screams in the night
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