Nine Inch Nails - Bad Witch EP - Cover
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Nine Inch Nails Bad Witch EP


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 30 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die nach „Not The Actual Events“ (2016) und „Add Violence“ (2017) finale Ausgabe der EP-Trilogie.

Der letzte Longplayer aus dem Hause Trent Reznors (53), dem uneingeschränkten Mastermind der Industrial-Rocker Nine Inch Nails, liegt inzwischen fast fünf Jahre zurück („Hesitation Marks“, 08/2013). Doch Gott sei Dank für seine Fans lag der Amerikaner in all den Jahren nicht auf der faulen Haut. Zusammen mit Atticus Ross (50) lieferte er die gemeinsamen Soundtrack-Arbeiten für die Filme „Gone Girl“ (01/2015), „Patriots Day“ (01/2017), „Before The Flood“ (06/2017) und „The Vietnam War“ (09/2017) ab.

Und auch in den Nine Inch Nails steckt seit einiger Zeit wieder künstlerisches Leben. Zumindest digital und später auch mit den auf CD nachgeschobenen EPs „Not The Actual Events“ (12/2016) und „Add Violence“ (07/2017) hielt Reznor die Treuesten der Treuen bei der Stange und vollendet nun mit „Bad Witch“ seine EP-Trilogie mit einem hoffentlich furiosen Finale. Denn so eine Prise verstörenden Industrial-Rocks kann nach all den Filmmusiken gewiss nicht schaden. Der einzig wahre Trent Reznor ist schließlich nur der, der uns Wutbrocken wie „The Downward Spiral“ (04/1995) beschert hat.

Aber scheinbar ist Mr. Reznor anno 2018 nicht mehr dazu in der Lage, den Hörer mit seiner Musik ins Bockhorn zu jagen. Dazu sind seine Sound-Collagen grundsätzlich zu harmlos, wenn sie sich in Versatzstücken aus Jazz, TripHop, Drum’n’Bass und David-Bowie-Reminiszenzen in „God break down the door“ sowie „Over and out“ (man achte auf das Saxophon-Spiel!) suhlen. Lediglich im Opener „Shit mirror“ mit Gastsänger Ian Astbury (The Cult, The Doors Of The 21st Century) wird die alte Industrial-Sau ein wenig von der Kette gelassen.

Ansonsten ist das von Langzeit-Kollaborateur Alan Moulder (U2, Smashing Pumpkins, The Killers, Wolfmother, Interpol, The Cure) abgemischte Werk nur wenig aufregend und mit 31 Minuten Spielzeit zum Glück angenehm kurz, sodass keine Gefahr besteht, dass Trent Reznor die Hörer zwischendrin wegschlafen.

Anspieltipps:

  • Shit mirror
  • Over and out
  • God break down the door
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