James (U.K.) - Living In Extraordinary Times - Cover
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James (U.K.) Living In Extraordinary Times


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die alten Recken des frühen BritPop zeigen mit „Living In Extraordinary Times“, dass sie es noch immer drauf haben.

Die Geschichte der im Jahr 1981 gegründeten, britischen Pop-Band James aus Manchester ist sowohl aus künstlerischer als auch aus kommerzieller Sicht eine durchwachsene Angelegenheit, die ihre kreative Hochphase in den frühen 90er Jahren mit den Alben „Gold Mother“, „Seven“ und „Laid“ hatte, Anfang der Nullerjahre in einem Bandsplit mündete, bevor es im Jahr 2007 weiterging und den herausragende „Hey Ma“-Longplayer (06/2008) hervorbrachte. Seitdem sind Mastermind Tim Booth (Gesang, Texte), Jim Glennie (Bass), Saul Davies (Gitarre), Mark Hunter (Keyboards), Andy Diagram (Trompete), Adrian Oxaal (Gitarre) und David Baynton-Power (Drums) wieder regelmäßig aktiv und legen dieser Tage mit „Living In Extraordinary Times“ ihr mittlerweile 15. Studioalbum vor.

Wie es der Albumtitel bereits andeutet, ist „Living In Extraordinary Times“ ein Werk mit politischen, sozialkritischen und persönlichen Inhalten geworden, das kein Blatt vor den Mund nimmt und insbesondere die aktuelle Situation in den USA in den Fokus rückt. Dabei zeigen sich James streckenweise richtig wütend („Picture of this place“), vergessen aber nie, dass Popmusik vor allem ins Ohr gehen sollte und dazu starke Melodien („Coming home pt. 2“) und Rhythmen benötigt („Better than that“).

Für diesen Zweck wurden die Songs u.a. mit den charakteristischen Keyboard-Klängen von Bandkumpel Brian Eno (70) veredelt und von Charlie Andrew (Alt J, Rae Morris, Madness, Wolf Alice) und Beni Giles (Lissie, Kill It Kid, Life) produziert. Gemeinsam gelang auf diese Weise ein bemerkenswertes Stück Popmusik, das mit starken Songs wahrlich nicht geizt und ganz nebenbei eine politische Tragkraft und Verantwortung besitzt, die heutzutage selten geworden ist. Und wenn sie dann doch mal vorkommt, ist das Ergebnis häufig peinlich. Hier nicht!

Anspieltipps:

  • Leviathan
  • Many faces
  • Better than that
  • Extraordinary times
  • Coming home (pt. 2)
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