Tarja - Act II - Cover
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Tarja Act II


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 117 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die zumindest namentliche Fortsetzung des 2012er Live-Albums der finnischen Gesangsamazone.

Seit dem Tarja Turunen (41) Ende 2005 bei der von ihr mitbegründeten Symphonic-Metal-Kapelle Nightwish den Hut nehmen musste und ihre von langer Hand geplante Solokarriere früher als ursprünglich vorgesehen aufnehmen konnte bzw. musste, brachte die ausgebildete Sopranistin und Songschreiberin in atemberaubender Regelmäßig neue Musik unters Volk und kann seit 2006 auf mehr als ein Dutzend Album-Veröffentlichungen verweisen. Das Wort Stillstand scheint der Finnin offenbar fremd zu sein. Denn kein Dreivierteljahr nach dem letzten Release „From Spirits And Ghosts (Score For A Dark Christmas)“ (11/2017), einer Weihnachtsplatte der etwas anderen Art, liegt mit „Act II“ schon das nächste Werk beim Händler des Vertrauens in der Auslage.

„Act II“ ist quasi die Fortsetzung des 2012er Live-Albums „Act I“ (08/2012), das genau wie damals mitten im Hochsommer erscheint. Ein ungewöhnlicher Termin. Denn konnte man die Veröffentlichung eines Live-Albums früher grundsätzlich eher im Herbst bzw. Winter, also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, vermuten, hat es sich inzwischen eingebürgert, dass diese oftmals recht überflüssigen Werke kalkuliert im Sommerloch platziert werden. So ist sichergestellt, dass die großen Namen kaum nennenswerte Konkurrenz haben und entsprecht hoch in den Verkaufscharts landen. Nichts anderes wird auch mit „Act II“ angepeilt, das am 29. November 2016 in der italienischen Metropole Mailand aufgenommen wurde.

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Angeboten in einem halben Dutzend unterschiedlicher Konfigurationen, ist „Act II“ in der Tat ein Anwärter auf vorderste Chart-Positionen, auch wenn der Operetten-Metal von Tarja nach wie vor die Gemeinde spaltet und der Begriff „Metal“ nur noch eine untergeordnete Rolle im Sound der Finnin und ihrer Band – Alex Scholpp (Gitarre), Julian Barrett (Gitarre), Christian Kretschmar (Keyboards), Kevin Chown (Bass) und Timm Schreiner (Drums) – spielt. Dafür wuchert Tarja mehr denn je mit eingängigen Melodien („Eagle eye“, „No bitter end“, „I walk alone“) und tränenrührigem Pathos („The living end“, „Supremacy“).

Keine Frage, Tarja fährt auch auf „Act II“ musikalisch wieder schwere Geschütze auf. Bombast, Pomp und Pathos dominieren das zweistündige Set mit 27 Songs (inklusive zwei Medleys) aus allen bisher erschienenen Studioalben. Für Fans ist das gewiss ein Festtag, der mit Blick auf Tarjas Arbeitsethos sicher nicht lange auf eine Fortsetzung warten muss.

Anspieltipps:

  • Eagle eye
  • Goldfinger
  • Supremacy
  • No bitter end
  • Victim of ritual
  • Until my last breath
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