The Twins - Living For The Future - Cover
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The Twins Living For The Future


  • Label: Monopol/Da Music
  • Laufzeit: 57 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter der Nische gleich links in die kleine Unternische und Sie können The Twins gar nicht verfehlen.

The Twins sind wieder da. Dieser Satz hat 25 Jahre nach „The Impossible Dream“ nicht mehr die ganz große Tragweite. Vielleicht erinnern sich einige noch an Master Blasters „Ballet Dancer“, was ein Twins-Cover/Remix ist. Die entscheidende Botschaft ist, dass die Twins immer noch so klingen, als würden wir das Jahr 1983 schreiben. Alles klingt synthetisch, leicht hallend und trieft vor Emotionen. In der Regel drehen sich die Lieder um unsterbliche oder unglückliche Liebe und fertig ist ein 80er-Pop-Album von der Stange. Und an dieser Stange ist nach einem Vierteljahrhundert eine ordentliche Menge Staub.

Ohne potenzielle Hits und eine altbackene Produktion ist „Living For The Future“ ein vergeblicher Versuch, das Hoch von früher zu beschwören. Hätte die Band wie im Film Wag The Dog dem Lied ein altes Veröffentlichungsdatum gegeben, hätte wohl niemand angezweifelt, dass dieses Album tatsächlich aus den 80ern stammt. Das muss natürlich nichts Schlechtes heißen, aber das Zauberwort auf „Living For The Future“ ist austauschbar. Tracks wie „Down In Key Largo“ gehen trotz Plastikgeruch leicht ins Ohr, fliegen zur anderen Seite aber auch ebenso schnell raus.

Das Album präsentiert sich wie eine Ansammlung von Standardsätzen, die sich alle viel von der gleichen Formel abgucken. Fehlende Abwechslung ist zusammen mit der schwachen Produktion der endgültige Bremsklotz für ein Album, dem starke Stücke fehlen. Fans hangeln sich eventuell von kleinem Moment zu Moment und freuen sich im Allgemeinen darüber, dass The Twins wie früher klingen, aber weder kommt die Band an ihr altes Niveau heran, noch gibt es andere Gründe, um nicht einfach die alten Alben heraus zu kramen. „Living For The Future“ ist zu gemächlich, zu brav und zu sehr mit seinem Stil beschäftigt, um schlicht gute Musik zu bieten.

Anspieltipps:

  • Marina Jones
  • At The End Of Love
  • Down In Key Largo

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