Rolling Blackouts Coastal Fever - Hope Down - Cover
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Rolling Blackouts Coastal Fever Hope Down


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Brit-Rock nach neuer Rezeptur mit einem Schuss australischer Surfer-Attitüde.

Rolling Blackout Coastal Fever sind eine kleine Sensation und gleichzeitig das normalste der Welt. Die fünf jungen Herren machen schlichtweg die Musik, die ihnen in den Kopf kommt und wollen wie bei der Bandprobe klingen und nicht wie eine glanzvoll produzierte Erfolgsband. Eine gute Produktion stand noch niemandem im Weg, aber wenn der hemdsärmlige Ansatz der Band dabei geholfen hat „Hope Downs“ ins Leben zu rufen, dürfen Rolling Blackout C. F. gerne weiter scheppern.

„Hope Down“ ist ein Rock-Album, das im Vollsprint loslegt und bis zum Ziel nach 36 Minuten nie aus der Puste gerät. Nach der Aufwärmübung „An Airconditioned Man“ schwebt die Band mit „Talking Straight“ und „Mainland“ nahezu und erinnert Brit-Rock-Fans daran, warum sie sich spätestens seit den 80ern keine bessere Heimat für Rockmusik vorstellen konnten. Leicht ins Ohr gehende Melodien spielen, trällern und schrammeln Rolling Blackout C. F. nonchalant und ohne Unterlass.

Kurz bevor sich das Muster entschlüsseln lässt, überrascht die Band mit „Bellarine“, das stark an Kashmirs „She’s Made Of Chalk“ erinnert. Wie nahtlos Rolling Blackouts C. F. neue Spielarten in ihren Stil einpflegen, ist ihre größte Stärke auf „Hope Down“. Dem Album fehlen die glasklaren Hitsingles und einige Titel gleichen sich zu sehr, aber wenn kein einziger Song weniger als gut ist, dann ist das ein Meilenstein. Mit „Hope Down“ haben Rolling Blackouts C. F. ihren musikalischen Anker geworfen und dürften nicht so leicht fortgespült werden. Dafür ist dieses Debüt zu rund und düst ohne einen Moment der Langeweile ins Ziel.

Anspieltipps:

  • Talking Straight
  • Bellarine
  • Cappuccino City

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