Halestorm - Vicious - Cover
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Halestorm Vicious


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Starproduzent Nick Raskulinecz geht es für Halestorm wieder in die richtige Richtung.

Seit ihrem Debütalbum aus dem Jahre 2009 ging es für Halestorm aus Pennsylvania stetig bergauf. Konzerte mit den Größen des Rock-Genres, Goldauszeichnungen und Top Ten-Platzierungen. Doch mit dem letzten Album „Into The Wild Life“ gab es erstmals auch kritische Stimmen über die Band um Frontfrau Lzzy Hale. Zu glatt, zu radioorientiert lauteten die Vorwürfe unter anderem. Mit Produzent Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Alice In Chains) soll es auf dem neuen Album „Vicious“ wieder mehr zurück zu den Wurzeln der Band gehen.

„Black Vultures“ eröffnet das Album mit einer Mixtur aus Hard- und Alternative Rock. Dabei ist anzumerken, dass es die band in Puncto Heavyness nicht übertreibt und produktionstechnisch die „weniger ist mehr“-Variante bevorzugt. „Skulls“ lässt dann leider zusammenzucken. Der ultrapoppige Beginn wird zwar mit einem harten Riff konterkariert, trotzdem erinnert der Song an eine harte Version von No Doubt. Die Vorab-Single „Uncomfortable“, dessen flotte Gesangslinie an „Mr. Brownstone“ von Guns N‘ Roses erinnert, geht dann wieder in die richtige Richtung und in „Buzz“, bei dem die Stone Temple Pilots genauso durchscheinen wie in „Conflicted“, zeigt Hale beeindruckend was sie stimmlich drauf hat.

In „Do Not Disturb“ spielt sie mit ihrem Image als Sexy-Rock-Chic und man lernt Sexfantasien eines Rockstars mal aus weiblicher Sicht kennen. Etwas berechnend, aber ok. „Killing Ourselves To Live“ ist die erwartbare Rock-Ballade mit eingängigem Refrain die aufs Mainstream-Radio schielt. Doch dann galoppieren die Gitarren auf einmal ordentlich los und Gitarrist Joe Hottinger darf mal solieren. Eine solche Überraschung hätte man sich vorher schon mal gewünscht. „Heart Of Novocaine“ ist dann aber die waschechte Ballade. Mit Akustikgitarren und Percussion gelingt der Band allerdings eine kitschfreie Variante. Über allem thront wieder der erneut herausragende Gesang von Hale.

Eine solche Sängerin in der Band zu haben, kann aber Fluch und Segen zugleich sein. Die Songs sind nicht schlecht, zum Teil mir richtig guten Ideen, allerdings lebt das Quartett hauptsächlich vom Gesang Lzzy Hales. Trotzdem ist es Halestorm gelungen die allzu poppigen Anleihen des Vorgängers auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Natürlich gibt es noch eingängige Refrains und Melodien, durchaus auch radiotauglich, trotzdem merkt man der Band an, dass auch sie mit dem zu soften Kurs im Nachhinein nicht mehr ganz zufrieden sind.

Anspieltipps:

  • Black Vultures
  • Uncomfortable
  • Heart Of Novocaine
  • Dead Hearts

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