Dee Snider - For The Love Of Metal - Cover
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Dee Snider For The Love Of Metal


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Abseits von Twisted Sister kann Dee Snider auch richtig harten Heavy Metal darbieten.

Im letzten Jahr gaben Twisted Sister ihre vorerst letzten Konzerte, Frontmann Dee Snider macht seit geraumer Zeit bevorzugt unter eigenem Namen neue Musik. Während die verdrehte Schwester seit über 30 Jahren kein Studioalbum mehr hervorgebracht hat, veröffentlicht Snider mit „For The Love Of Metal“ sein drittes Soloalbum in sechs Jahren, das vierte insgesamt. Unterstützung bekam der 63-jährige von Jamey Jasta (Hatebreed) der das Album geschrieben und produziert hat.

Und das hört man. Gleich der Opener „Lies Are A Business“ legt eine Härte vor, die man vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte. Der Uptempo-Power-Metal-Kracher wartet mit Double-Bass-Gewitter und zweistimmigen Leadgitarren auf und zeigt, einen Sänger der voll im Saft steht. „Tomorrow’s No Concern“ erinnert stark an die letzten Judas Priest-Alben, „American Made“ vereint diesen Sound mit Anleihen von Pantera. Das darauffolgende „Roll Over You“ gerät dann mit seinem groovenden Metal zum Highlight des Albums. Jasta und Snider verstehen es hier, moderne Metal-Einflüsse mit klassischen zu verbinden. Pantera oder Godsmack stehen hier Pate, obwohl der Song auch klar die DNA des 80er Metals a la Ozzy oder Accept in sich trägt. „I’m Ready“ zielt in eine ähnliche Richtung und kann mit coolem Riffing überzeugen.

Manchmal wirkt der moderne Anstrich, allerdings ein bisschen zu viel des Guten. Die übertriebenen Shouts bzw. Growls in „I Am The Hurricane“ stehen dem sonst sicheren Blondschopf nicht wirklich. Auch in den modern klingenden „Running Mazes“ und „Mask“, das an Trivium oder Bullet For My Valentine erinnert, scheint die Luft etwas rauszugehen. Mit „Become The Storm“ und „The Hardest Way“ mit Ex-Killswith Engange-Shouter Howard Jones kriegt Dee Snider die Kurve. Das balladeske „Dead Hearts“ wird von Alissa White-Gluz (Arch Enemy), die auch clean singen kann, aufgewertet, bevor der Titelsong das Album beschließt und Priest, {band]5502,Pantera und textlich Manowar vereint.

Ein solches Metal-Brett war von einem Dee-Snider-Soloalbum so nicht zu erwarten. Jamey Jasta forderte ihn in seiner Radio-Show auf, ein richtiges Metal-Album aufzunehmen und das haben die beiden nun umgesetzt. Die Mixtur aus modernen und klassischen Einflüssen gelingt nicht durchgängig, aber doch oft und dann auch überzeugend. Wer klassischen Glam Metal aus den Achtzigern erwartet wird enttäuscht sein, wer entdecken will, was Dee Snider noch so draufhat, sollte ein Ohr riskieren.

Anspieltipps:

  • Lies Are A Business
  • Tomorrow’s No Concern
  • Roll Over You
  • Dead Hearts

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