Rick Astley - Beautiful Life - Cover
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Rick Astley Beautiful Life


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer Rick Astley noch immer mit dem Sound von Stock Aitken Waterman in Verbindung bringt, hat das Comeback des Sängers verschlafen.

So wie ein Dieter Bohlen (64) in den 80er Jahren den deutschen Musikmarkt mit seinem Reißbrett-Pop dominierte, war das Produzententeam Mike Stock, Matt Aitken und Pete Waterman von der britischen Insel mit einem ähnlich gelagerten Konzept erfolgreich. Sämtlichen Künstlern wurde ein und derselbe Sound auf den Leib geschneidert – und den Menschen gefiel es. Acts wie Kylie Minogue, Jason Donovan, Bananarama, Samantha Fox oder auch Mel & Kim schossen wie Pilze aus dem Boden und verstopften weltweit die Charts.

Eine dieser SAW-Entdeckungen war der junge Engländer Rick Astley, die sich Stock Aitken Waterman als 20-Jähriger anschloss und anschließend in den Pop-Olymp aufstieg. Mit den Alben „Whenever You Need Somebody“ (11/1987) und „Hold Me In Your Arms“ (11/1988) sowie den daraus ausgekoppelten Singles wie „Never gonna give you up“ (Nummer eins in 25 Ländern), „Together forever“, „She wants to dance with me“ oder auch „Take me to your heart“, dominierte Rick Astley bis zum Ende der 80er Jahre die Charts. Anfang der 90er Jahre trennte sich Rick Astley jedoch von Stock Aitken Waterman und versuchte alleine bzw. mit Hilfe anderer Produzenten sein Glück. Die Erfolgskurve ging aber stetig nach unten und 1993 beschloss Rick Astley seine Karriere vorerst an den Nagel zu hängen.

Ende 2001 kehrte Rick Astley mit dem „Keep It Turned On“-Album zurück – acht Jahre nach seinem letzten Longplayer „Body & Soul“ (09/1993) und ausschließlich für den deutschen Markt. Ein wahrlich merkwürdiges Comeback. Wesentlich gelungener und stilvoller war dagegen die erneute Rückkehr mit seinem achten Studioalbum „50“ (06/2016), das sich weltweit sehr passabel verkaufte und ein Einheiten zu den bis dato mehr als 40 Millionen Tonträger hinzufügte. Rick Astley schrieb und produzierte sämtliche Songs auf „50“ im Alleingang und war damit quasi an der künstlerischen Position angelangt, nach der er sich immer sehnte.

Nach 400.000 verkauften Einheiten von „50“ und über 100.000 Konzertbesuchern hat es Rick Astley mit „Beautiful Life“ erneut getan: Er schrieb und produzierte alle Songs im Alleingang und spielte alle Instrumente ohne fremde Hilfe ein. Entstanden ist dabei die für ihn typische Mischung aus tanzbaren Stücken („I need the light“, „Beautiful life“), souligem Pop („Chance to dance“, „Better together“) und Balladen („Last night on earth“, „Every corner“, „Rise up“). diesen Tracks stechen eingängige Songs wie „She makes me“, „Try“ oder auch „Shivers“ besonders heraus, mit denen Rick Astley vielleicht auch eine Rückkehr in die Single-Charts schaffen könnte.

Künstlerischer Höhepunkt dürfte allerdings das finale Stück „The good old days“ sein, in dem sich Rick Astley an seine Kindheit erinnert, wie er Musik mit Kopfhörern unter der Bettdecke hörte und Künstler wie Queen, Yes, The Beatles, Elton John und The Rolling Stones für sich entdeckte. So klingen die Harmonien und Gitarren nicht zufällig nach Queen, während der 52-Jährige in Erinnerungen schwelgt und seine Fans daran teilhaben lässt.

Anspieltipps:

  • Try
  • Shivers
  • Beautiful life
  • She makes me
  • The good old days
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