Field Division - Dark Matter Dreams - Cover
Große Ansicht

Field Division Dark Matter Dreams


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 49 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
10/10 Leserwertung Stimme ab!

In der Ruhe von Field Division liegt nicht genug Kraft.

Field Division belegen auf „Dark Matter Dreams“, was uns regelmäßig als Sprichwort begegnet: der erste Eindruck zählt. Und dieser Eindruck durch „River In Reverse“ könnte ein Album retten, das ansonsten in seiner eigenen Gemütlichkeit schwelgt und darin unterzugehen droht. Wo der Opener ein überlebensgroßer und dennoch beruhigender Folk-Pop-Riese ist, verliert das Album im Anschluss den Fokus.

Natürlich werden einige die langen Instrumental-Teile in „Big Sur, Golden Hour“, „Siddharta“ und „Lay Cursed“ feiern, aber oftmals stellt sich die Frage, inwiefern diese Abschnitte die Musik auf „Dark Mater Dreams“ befeuern. Field Division scheinen sich darin zu gefallen, gefällig zu wirken, wenn Songs wie „Innisfree (Let’s Be The Peace Now)“ und „Stay“ geradlinig und ohne Aufregung aus den Boxen klingen. Das ist gut gemachtes Indie-Handwerk, aber lässt große Melodien und Leidenschaft vermissen.

Dass aus der Ruhe auch Kraft entspringen kann, beweisen Field Division in „Lately“, das mit einfachsten Mitteln und in kürzester Zeit den großen Pop vergangener Jahrzehnte neu aufleben lässt. Im Zweifel entscheiden die Künstler sich auf „Dark Matter Dreams“ gegen die Kürze und zielen auf lange, schwebende Arrangements und Stimmungen ab. Dabei landet jedoch öfter die Band als der Zuhörer mit dem Kopf in den Wolken, sodass viel zu selten Begeisterung aufkommt und Field Division passend zur Stimmung große Chancen verschläft.

Anspieltipps:

  • Rivers In Reverse
  • Lately
  • It’s Not Gonna Be Alright

Neue Kritiken im Genre „Folk-Pop“
Diskutiere über „Field Division“
comments powered by Disqus