Alvaro Soler - Mar De Colores - Cover
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Alvaro Soler Mar De Colores


  • Label: Airforce1/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Leidlich harmloser Sommer-Sonne-Gute-Laune-Pop, der durchaus seinen Charme hat, aber völlig ohne Tiefgang auskommt.

Am Ende eines jeden Jahres, wenn auf den TV-Kanälen die Jahreszusammenfassungen und Rückblicke laufen, wird auch nach dem einen, fetten Sommerhit Ausschau gehalten, der Groß und Klein begeistern konnte und am Ballermann genauso funktionierte, wie in der Fußgängerzone von Oberammergau und im Freibad von Oer-Erkenschwick. In der Regel ganz vorne mit dabei sind Songs, die ein gewisses Fernweh in Sprache und Sound transportieren, zum tanzen anregen und in den Charts einen der Spitzenplätze erreichen konnten. Dabei fallen einem Namen wie Kate Yanai, Los Del Rio, Bellini, Loona, O-Zone, Luis Fonsi und El Profesor ein, die allesamt in den letzten 25 Jahren zur guten Urlaubslaune beitrugen.

Der spanische Sänger Alvaro Soler gehört ebenfalls zu den Kandidaten bei der Wahl zum Sommerhits des Jahres. Seit 2015 mischt der 27-jährige Baske mit Stücken wie „El Mismo Sol“ oder auch „Sofia“ um die Gunst des sonnenhungrigen Publikums mit und will auch in diesem Jahr – leicht verspätet – mit seinem zweiten Longplayer „Mar De Colores“ und der ausgekoppelten Single „La Cintura“ ganz oben in der Hitparade eine Rolle spielen. Dazu hat Soler erneut ein Bündel aus Latin-Pop, gefühlvollen Balladen, groovenden Tracks sowie Folk-, HipHop- und Weltmusik-Elementen geschnürt, das den Kennern des 2016er Albums „Eterno Agosto“ irgendwie bekannt vorkommen dürfte.

Denn wie schon der Vorgänger, bietet auch „Mar De Colores“ den zu erwartenden, leidlich harmlosen Sommer-Sonne-Gute-Laune-Pop, der durchaus seinen Charme hat, aber völlig ohne Tiefgang auskommt und auf Dauer trotz zusätzlicher Remix-Versionen und Duetten u.a. mit internationalen Stars wie Birdy und Flo Rida zum Langweiler wird. Damit passt das Album auf tragische Weise zum Temperatursturz in Deutschland, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch den feurigsten Spanier zum bibbernden Eisfuß degradiert.

Anspieltipps:

  • Puebla
  • La Cintura
  • No Te Vayas
  • Te Quiero Lento
  • Yo Contigo, Tú Conmigo
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