Ariana Grande - Sweetener - Cover
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Ariana Grande Sweetener


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Sweetener“ von Ariana Grande hat mit Süßstoff sehr viel gemein: Schmeckt zwar süß, aber auch sehr künstlich.

Zwei Jahre ist es her, dass Ariana Grande ihren letzten Longplayer „Dangerous Woman“ (05/2016) auf den Markt gebracht hat. Daraus entsprangen Hits wie „Side To Side“, „Everyday“ und „Into You“. Allesamt Ohrwürmer, die aus der Masse hervorstechen konnten. Nun veröffentlichte die Amerikanerin ihr neuestes Werk „Sweetener“.

Es lässt sich bereits erahnen, dass hier das Gegenteil von „Dangerous Woman“ eingetreten ist: Statt auf ein paar Perlen zu setzen, klingt auf „Sweetener“ alles nach klebrigem Einheitsbrei. Nur wenige Songs möchten im Ohr bleiben. Zu den Lichtblicken zählen dabei „The Light Is Coming“ mit Nicki Minaj. Hier ziegt sich zeigt sich Ariana Grande erfrischend experimentierfreudig. Grande fällt immer wieder in einen Sprechgesang, was von ihr so noch nicht zu hören war. „Sweetener“ gibt sich ebenso offen für Neues, zumindest was die Instrumentalisierung betrifft. Die Produzenten haben hier mit verschiedenen Effekten und Beats gearbeitet, die für Überraschungen sorgen.

Weiter geht es mit „Breathin“, einem starken Pop-Song, auf dem Ariana Grandes Stimme zum Glänzen kommt. Endlich kommt ein Gefühl auf, die Sängerin richtig hören zu können. Das war es allerdings auch schon mit den hörenswerten Werken. Es folgen Einheitssongs wie „Blazed“ mit Pharrell Williams, der auch als Produzent des Albums fungierte. Auch bei „Borderline“ hatte Williams seine Finger im Spiel, was dafür sorgt, dass die zwei Titel zum Verwechseln ähnlich klingen. „Succesful“ erinnert in den ersten Takten an Madonnas „American-Life“-Phase, vor allem an Jason Nevins Remix von „Nothing Fails“. So weit, so unspannend.

Der Rest auf „Sweetener“ besteht aus Füllsongs, die man von Ariana Grande bereits auf den zwei Vorgänger-Alben so oder so ähnlich zu hören bekommen hat. Immer wieder scheint ihre eigentlich so starke Stimme unter all den süßen Beats zu ersticken. Schade, gehört Grande immerhin zu den vielversprechendsten Künstlerinnen der jungen Generation.

Anspieltipps:

  • Breathin
  • Sweetener
  • Better Off
  • The Light Is Coming

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