Chris Caffery - The Jester´s Court - Cover
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Chris Caffery The Jester´s Court


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Jester’s Court“ dürfte - wie erwartet - nur Chris Cafferys Hardcore-Fangemeinde wirklich erfreuen.

Der 50-jährige New Yorker Metal-Gitarrist und Sänger Chris Caffery, bekannt aus Formationen wie Savatage und Trans-Siberian Orchestra, meldet sich nach drei Jahren Album-Pause mit seinem sechsten Solowerk namens „The Jester’s Court“ zurück. Es ist nach „Your Heaven Is Real“ die nunmehr zweite Veröffentlichung auf dem Kölner Independent-Label Metalville Records, eingespielt mit namhaften Gästen wie Brian Tichy (Drums), Alessandro Del Veccio (Keyboards), Jane Mangini (Piano), Tony Dickinson (Bass), Lonnie Park (Gesang), Joel Hoekstra (Gitarre) und Angus Clark (Gitarre). Man gönnt sich ja sonst nichts.

Sämtliche Kompositionen, Texte und Arrangements stammen aus der Feder von Chris Caffery. Zudem übernahm der Amerikaner die Produktion, die Aufnahmen und den Mix des knapp einstündigen Albums komplett im Alleingang. So hat Caffery zwar den Daumen auf sämtlichen künstlerischen Entscheidungen, was aber in der Vergangenheit ein bisschen fehlte, war ein externes Korrektiv, mit dem die ohne Zweifel vorhandenen Schwächen der vorangegangenen Alben hätten ausgemerzt werden können. Dieses fehlt demnach auch auf „The Jester’s Court“, das natürlich in erster Linie vom virtuosen Gitarrenspiel Cafferys lebt.

Dagegen ist fast schon traditionell Cafferys Gesang die Achillesferse. Stets bemüht, aber selten überzeugend, den beinharten Fans aber vermutlich ziemlich wumpe, ackert sich der Saitenhexer durch ein Dutzend progressiver Metal-Konzept-Songs, die bei aller Liebe zur Frickelei nur selten anstrengend wirken, aber auch nicht gerade mit einer amtlichen Produktion wuchern können. So verharren die meisten Tracks, abgesehen von Cafferys Gitarrenkünsten, lediglich im gehobenen Durchschnitt und verzichten weitgehend auf eingängige Elemente und Melodien, wodurch „The Jester’s Court“ wie erwartet nur Chris Cafferys Hardcore-Fangemeinde wirklich erfreuen dürfte.

Anspieltipps:

  • 1989
  • Luna major
  • Upon the knee
  • Baby you and I
  • The jester’s court
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