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David Bowie Beside Bowie: The Mick Ronson Story


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 104 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
2.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Dokumentation, die das Leben von David Bowies wichtigem Gitarren-Sidekick zwischen 1970 und 1973 beleuchtet.

Die Gitarrist Mick Ronson, am 26. Mai 1946 in der nordenglischen Stadt Hull geboren, gehörte in den 70er Jahren zur ersten Adresse der Rockmusik und wird auch heute noch, wenn mal wieder eine Liste mit den besten Gitarristen aller Zeiten erstellt wird, unter den vordersten Einträgen geführt. Erreicht hat er diesen Status vor allem als langjähriger Sidekick von David Bowie. So ist der am 29. April 1993 an Leberkrebs verstorbene Ronson auf einigen der besten Bowie-Werke zu hören: „The Man Who Sold The World“ (11/1970), „Hunky Dory“ (12/1971), „The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars“ (06/1972), „Aladdin Sane“ (04/1973) und „Pinups“ (10/1973).

Mick Ronson spielte in seiner Karriere u.a. bei The Rats, The Hype, The Spiders From Mars, Mott The Hoople und der Ian Hunter Band. Er war Co-Produzent von Lou Reeds „Transformer“-Album (12/1972) und an Aufnahmen von Morrissey, Elton John, John Mellencamp, Van Morrison und Bob Dylan beteiligt. Zudem veröffentlichte Mick Ronson drei offizielle Soloalben: „Slaughter On 10th Avenue“ (02/1974), „Play Don't Worry“ (01/1975) und posthum „Heaven And Hull“ (05/1994). Weiterhin wurden lange nach Ronsons Tod noch ein paar unveröffentlichte Songs aus den 70er Jahren auf den Markt geworfen.

Der Titel der im vergangenen Jahr veröffentlichten Dokumentation „Beside Bowie: The Mick Ronson Story“ deutet es bereits an: Mick Ronson war ein wichtiger Wegbegleiter und Musiker, der aber zu seiner besten Zeit im übernatürlich großen Schatten David Bowies stand. Sein Einfluss auf die genannten Bowie-Werke zwischen 1970 und 1973 ist dennoch nicht zu unterschätzen. Deshalb war es für den britischen Produzenten und Regisseur Jon Brewer („B.B. King: The Life Of Riley“, „Nat King Cole: Afraid Of The Dark“, „All Apologies: Kurt Cobain“, „Jimi Hendrix: Guitar Hero“) ein Anliegen, das musikalische Leben des Gitarristen nachzuzeichnen.

In seiner Dokumentation kommen einige Weggefährten Ronsons zu Wort: David Bowie als Erzähler sowie Glen Matlock (Ex-Sex Pistols), Lou Reed, Roger Taylor (Queen), Joe Elliott (Def Leppard) und Rick Wakeman (Yes), um nur ein paar der bekanntesten zu nennen. Sie plaudern über den Menschen und Musiker aus Hull und welchen Einfluss er auf sie hatte. Garniert wird das Ganze mit einem auch separat erhältlichen Soundtrack, der zwar das Soloschaffen Ronsons fast schon sträflich vernachlässigt, aber quasi als Ersatz einige Großtaten im Zusammenspiel mit Queen, Elton John, Ian Hunter und natürlich David Bowie auffährt.

Daraus ergibt sich eine interessante Dokumentation, die spannende Einblicke in die Rockwelt der 70er und 80er Jahre gibt und den Musiker Mick Ronson zumindest für 100 Minuten aus dem Schatten David Bowies treten lässt.

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