Alice In Chains - Rainier Fog - Cover
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Alice In Chains Rainier Fog


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
8.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer drei der im neuen Line-up wiederbelebten Grunge-Helden aus Seattle.

Mehr als fünf Jahre nach dem „The Devil Put Dinosaurs Here“-Album (05/2013) melden sich die reaktivierten Alice In Chains mit ihrem mittlerweile dritten Longplayer in der neuen Formation um Sänger William DuVall sowie Jerry Cantrell (Gitarre), Mike Inez (Bass) und Sean Kinney (Drums) zurück. Damit hat das neue Line-up genauso viele Studioalben auf den Markt gebracht, wie die Urbesetzung um den im Jahr 2002 verstorbenen Sänger Layne Staley.

Als Produzent stand der Band aus Seattle erneut in bewährter Weise Nick Raskulinecz (u.a. Foo Fighters, Coheed And Cambria, Rush, Velvet Revolver, Stone Sour, Ghost) und sein Studio in Nashville zur Seite. Zudem wurde in Los Angeles und zum ersten Mal seit 20 Jahren im heimischen Seattle aufgenommen. Der Titel „Rainier Fog“ wurde in Anlehnung an das eher suboptimale Wetter in Seattle ausgewählt. Darüber hinaus ist noch wissenswert, dass die Platte über den vor zehn Jahren gegründeten Bertelsmann-Ableger BMG Rights Management erscheint, der sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einem ernsthaften Konkurrenten der großen Majors Warner, Universal und Sony Music entwickelt hat.

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Was die Grunge-Pioniere in etwas weniger als einer Stunde Spielzeit abliefern, ist platt gesagt das zu erwarten gewesene Qualitätsalbum, das bereits mit dem Opener-Duo „The one you know“ und „Rainier fog“ Paradebeispiele des markanten AIC-Sounds abliefert, der mit stampfenden Rhythmen, markant-progressivem Riffing, eingängigen Hooklines und natürlich dem mehrstimmigen Gesang von Cantrell und DuVall kombiniert wurde. Keine Frage: Wer schon hier von Alice In Chains gefangen ist, wird auch für den Rest des Albums nicht mehr von der Angel gelassen. Denn abgesehen von ein paar wenigen Längen, präsentiert sich die Band auch in der Folgezeit auf hohem Niveau.

So wirken Songs wie „Red giant“ und „So far under“ mit ihren gebetsmühlenartig vor sich hin mäandernde Gitarren wie Wiedergeburten aus den 90er Jahren, während ein Stück wie „Drone“ und „Deaf ears blind eyes“ fast schon psychedelische Elemente aufbieten. Im Gegensatz dazu stehen melancholische Power-Balladen wie „Maybe“ und unverschämt eingängige Refrains wie in „Never fade“, dem heimlichen Hit des Albums. Auf diese Weise schaffen es Alice In Chains auch heuer, ihren Top-Level zu bestätigen und Alternative Rock am Leben zu halten.

Anspieltipps:

  • Maybe
  • Red giant
  • Never fade
  • So far under
  • The one you know
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