The Vryll Society - Course Of The Satellite - Cover
Große Ansicht

The Vryll Society Course Of The Satellite


  • Label: Delta Sonic/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Als würdige Vasallen des Alternative-Rock machen The Vryll Society Lust auf die Rückkehr des eingeschlafenen Genres.

Alternative Rock ist wieder da. Nachdem die Szene vor gut zehn Jahren langsam nachließ, weil die einstigen Größen aus den Richtungen Progressive und Psychedelic sich dem Mainstream anpassten, kommen die vertrackten Melodien 2018 wieder verstärkt zum Einsatz. The Vryll Society ist das jüngste Beispiel dafür, dass Rockmusik weitaus intelligenter und anspruchsvoller klingen kann, als die Charts es uns meist weismachen wollen. The Vryll Society aus Liverpool gehen mit ihrem Album sogar noch einen Schritt weiter und bringen mit nahezu ineinanderfließenden Arrangements das aus der Mode gekommene Konzeptalbum zurück ins Rock-Milieu.

Gerade die erste Hälfte von „Course Of The Satellite“ wirkt dank den abgestimmten Liedern sehr flüssig und entführt Hörer in einen schnell begreiflichen und gleichzeitig weiten Klangkosmos. The Vryll Society finden mit der erprobten Mischung aus treibenden Drums, Gitarren mit allen Freiheiten und engelsgleichem Gesang genug Grundlagen, um eine Dreiviertelstunde zu unterhalten. In ihren besten Momenten sind The Vryll Society eine Art dEUS, wenn sie weder Angst vor Vertracktem noch Scheu vor Poppigem zeigen. Während „Glows And Spheres“ auf jeder Indie-Party seinen Platz findet, lassen „Andrey Rublev“ und der Titeltrack Hörer treiben und raten, wo die Reise noch hingeht.

Mit fortlaufender Spielzeit fällt die Kategorisierung schwerer, da die Band sich auch bei Stoner Rock und Krautrock bedienen, nur um in „The Light At The End Of The World“ wieder zum Pop zurückzukehren. Ein paar Ausflüge wie die Synthesizer in „Shadow Of A Wave“ und der Disco-Sound in „Inner Life“ stellen sich zwar als Irrwege heraus, aber die Schwächen der zweiten Hälfte verhindern nicht, dass „Course Of The Satellite“ ein gut abgestimmtes Werk ist. Gerade für ein Debüt ist nicht zu unterschätzen, dass sich eine junge Band früh mit einem schlüssigen Stil präsentiert, der dabei noch viel Potenzial nach oben verspricht.

Anspieltipps:

  • A Perfect Rhythm
  • Glows And Spheres
  • Course Of The Satellite

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5/10

Simulation Theory
  • 2018    
Diskutiere über „The Vryll Society“
comments powered by Disqus