Coheed And Cambria - Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures - Cover
Große Ansicht

Coheed And Cambria Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 79 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Claudio Sanchez macht die Fans froh und kehrt mit Coheed And Cambria zur „The Amory Wars“-Reihe zurück.

Nachdem das vergangene Studioalbum „The Color Before The Sun“ (10/2015) ohne nennenswertes Konzept auskommen musste und bei den Fans auch nicht sonderlich überragend ankam, ist das Coheed-And-Cambria-Lockenköpfchen und Mastermind Claudio Sanchez (40) nun wieder voll in seinem Element- Das inzwischen neunte Studiowerk „Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures“ nimmt den Faden der „The Amory Wars“-Reihe wieder auf und taucht tief in Herrn Sanchez‘ Science-Fiction-Comic-Weltall-Fantasy-Welten ein. Damit verbunden ist der obligatorische Bandwurmtitel nebst einem eingearbeiteten Hinweis auf eine Fortsetzungsgeschichte. Fünf Teile sollen es insgesamt sein. Genau so wollen es die Anhänger der New Yorker Prog-Rocker haben!

Der mit knapp 80 Minuten Spielzeit pickepacke volle Longplayer wurde zwischen Januar und März dieses Jahres in der Besetzung Claudio Sanchez (Gesang, Gitarre), Travis Stever (Gitarre), Zach Cooper (Bass) und Josh Eppard (Drums) aufgenommen und erscheint wie gewohnt neben einer Vinyl-Version auch als Super-Luxus-Ausgabe, die trotz des happigen Preises sofort vergriffen war (siehe Foto). Bleibt nur noch die Frage, ob Coheed And Cambria mit „Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures“ an die Genialität von „In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3“ (06/2004) anknüpfen und einen neuen Hype entfachen können.

Bild

Die passenden Zutaten hat „Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures“ dazu auf jeden Fall. Denn Claudio Sanchez und Co. mischen in den 15 Tracks ihren typischen Cocktail aus Progressive Metal, Pop, Emocore und 70er-Jahre-Rock an, der sich auf die massiven Eckpfeiler Theatralik, Drama, große Melodien und fette Hooklines stützt. Dies ist die Grundlage, um den schier überbordenden Erzählfluss einigermaßen in das Korsett von „normalen“ Rocksongs zu pressen. So schaffen es Coheed And Cambria, ihre Songs erstaunlicherweise um Spielzeiten von 5½ Minuten zu halten, sodass der Hörer nicht gänzlich von der Wucht der Musik erschlagen wird.

Diese bewegt sich irgendwo in der Schnittmenge aus Queen und My Chemical Romance, ohne dass der eigene musikalische Charakter der New Yorker jemals ins Hintertreffen gerät. Dadurch haben weder ermüdende Frickelparts noch nervenzerrende Soli oder ein zu exaltierter Gesang die Krone auf. Dadurch wirkt „Vaxis - Act I: The Unheavenly Creatures“ trotz der ausufernden Spieldauer fast schon kompakt und nie unzugänglich. Eine Trumpfkarte, die in der Progressiv-Abteilung viel zu selten gespielt wird, aber hier wunderbar aufgeht und die Formkurve von Coheed And Cambria wieder nach oben zeigen lässt.

Anspieltipps:

  • Toys
  • Old flames
  • Love protocol
  • It walks among us
  • Unheavenly creatures
Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7/10

50th Anniversary: Live At The Apollo
  • 2018    
9/10

All One Tonight: Live At The Royal Albert Hall
  • 2018    
Diskutiere über „Coheed And Cambria“
comments powered by Disqus