Good Charlotte - Generation RX - Cover
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Good Charlotte Generation RX


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Pop-Punk never dies. Zumindest wenn es nach Good Charlotte geht. Man kann aber auch anderer Meinung sein.

Die Pop-Punk-Formation Good Charlotte um die Brüder Joel und Benji Madden aus Waldorf, Maryland, im Speckgürtel von Washington, D.C., hat inzwischen mehr als 23 Karrierejahre auf dem Buckel und in dieser Zeit rund elf Millionen Tonträger verkauft. Die kommerziell erfolgreichste Phase, die das Quintett mit ihren ersten drei Alben zwischen 2000 und 2004 erlebte, ist zwar schon lange her und während der sechsjährigen Auszeit von 2010 bis 2016 vermisste die Band auch nicht wirklich jemand, doch insgeheim erhofft sich der Hörer auch heute noch Hits wie „Lifestyles of the rich & famous“ von Good Charlotte, die vor fünf Jahren ihr eigenes Label MDDN gründeten und ihre Musik an verschiedene Vertriebspartner lizenzieren.

Mit BMG Rights Management ist ein neuer, weltweit operierender Partner gefunden worden, der den siebten Studio-Longplayer „Generation RX“ vertreibt. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit Zakk Cervini, der sowohl als Produzent (5 Seconds Of Summer, Stick To Your Guns, Black Veil Brides, Goldfinger), wie auch als Toningenieur (Blink-182, The Used, Mayday Parade, All Time Low) in Erscheinung tritt. Großartige künstlerische Neuerungen fördert die Kooperation zwischen Good Charlotte und Zakk Cervini allerdings nicht zutage.

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Seitdem Joel Madden (Gesang), Benji Madden (Gitarre, Gesang), Billy Martin (Gitarre), Paul Thomas (Bass) und Dean Butterworth (Drums) elektronische Spielereien für sich entdeckt haben, können sie diese einfach nicht mehr weglassen. Entsprechend pimpen sie ihren wie gewohnt sehr simplen Pop-Punk an allen Ecken und Kanten mit Synthies, Samples und Keyboards („Actual pain“), wobei das Hauptziel der (netto) lediglich acht Songs grundsätzlich ein eingängiger Refrain ist („Prayers“). Dazu greifen die Amerikaner selbstverständlich auch ins Power-Balladenfach („Cold song“), wenn sie den Hörer nicht gerade mit ihren breitbeinigen Riffs ins Gesicht springen („Leech“).

Am Ende ist „Generation RX“ leider nicht mehr als ein laues Lüftchen und gefühlt wie das letzte Röcheln des völlig ausgelutschten Pop-Punk-Genres. Keine Frage, in dieser gnadenlosen Durchschnittlichkeit braucht niemand so ein Album, das sich mit Mühe und Not auf etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit quält und trotz der Kürze der Zeit dennoch nichts zu sagen hat.

Anspieltipps:

  • Prayers
  • Cold song
  • Actual pain
  • Better demons
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