Christina Stürmer - Überall Zu Hause - Cover
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Christina Stürmer Überall Zu Hause


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, das merkwürdig uninspiriert und platt klingt und keinerlei Musik bietet, die den Hörer auch nur ansatzweise mitreißen kann.

Nachdem sich Christina Stürmer (36) nach dem „Seite an Seite“-Album (04/2016) eine kleine Auszeit gönnte, in der sie sich u.a. um ihre inzwischen zweijährige Tochter Marina gekümmert hat, meldet sie sich nun pünktlich mit ihrem neuen Studioalbum „Überall zu Hause“ zurück. Doch wer nun erwartet hat, dass Christina Stürmer wie die meisten jungen Mütter in der Popmusik ein Mama-Album abliefern würde, sieht sich getäuscht. Und auch die melancholisch-ruhige Seite des Vorgängers hat die Österreicherin in ihren neuen Songs weitgehend abgelegt. Damit hat der von den Fans liebgewonnene Power-Pop der 36-Jährigen eigentlich wieder frei Fahrt.

Eigentlich. Denn ganz so einfach macht es Christina Stürmer dem Hörer dann doch nicht. Denn in Sachen Sound hat sich auf dem „Überall zu Hause“-Album etwas getan. So enthalten die Songs heuer mehr Elektronik, erzeugt mit Synthesizern, Keyboards und Beats aus dem Drum-Computer. Dazu nahm sie unter anderem die Dienste des Produzenten, Mixers und Songschreiber Eki von Nice (Juli, Polarkreis 18, Stanfour, Helene Fischer, Michael Schulte, Tim Kamrad, Callejon) in Anspruch, der im Gegenzug die gewohnten Gitarren aus dem Klangbild verbannt hat.

So erstaunte bereits die vorab ausgekoppelte Single „In ein paar Jahren“ mit einer ranzigen Melodie, die auch im Schlagerfach zuhause sein könnte. Ist das nun Mut oder Verzweiflung, unbedingt einen Hit landen zu wollen? Zumindest ist es ein stilistischer Ausreißer, der sich, wenn auch weniger ausgeprägt, auch in weiteren Tracks des Werks widerfindet. Die Songs leben dabei wie immer von Texten, die auf euphorischen Optimismus aufbauen („Heiser vor Glück“), der sich herrlich plakativ in Worthülsen verpacken lässt („Jeder unserer Träume“).

Wesentlich vertrauter klingen da schon Pop-Balladen wie „Du erinnerst mich an mein Herz“ oder auch „Fahrtwind“, mit denen Christina Stürmer zumindest in Ansätzen an alte Zeiten anknüpft. Doch das sind leider Ausnahmen auf einem Album, das unterm Strich merkwürdig uninspiriert und platt klingt und dabei keinerlei Musik bietet, die den Hörer auch nur irgendwie mitreißen kann.

Anspieltipps:

  • Fahrtwind
  • Zweimal so stark
  • Überall zu Hause
  • Du erinnerst mich an mein Herz
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