Paul Smith - Diagrams - Cover
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Paul Smith Diagrams


  • Label: Billingham Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Diagrams“ ist viel zu ordentlich geraten, um in Vergessenheit zu geraten. Und doch wollen die Lieder einfach nicht im Kopf hängen bleiben.

Paul Smiths „Diagrams“ zaubert vom ersten Moment an ein Schmunzeln auf das Gesicht von Indie-Rock-Freunden. Dieses Album ist nicht glattgebügelt und doch in Melodien verliebt. Die Gitarren sind den 90ern entflohen und suchen sich Saxophone und improvisierte Percussions als Gäste. Smith schert sich nicht um Trends, sondern scheint einfach ein bisschen Rockmusik schaffen zu wollen.

Ein solch simples Ziel lebt von Genauigkeit, von Wucht und von Emotionen. Desto reduzierter der Stil eines Musikers, desto schwerer lässt sich von Monotonie und Wiederholungen ablenken. Gerade zu Beginn hat Smith mit dieser Hürde keine Probleme. „The Public Eye“ und „Around And Around“ beäugen Indie-Rock aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigen mit dem Punk inspirierten „Silver Rabbit“, dass Paul Smith vielfältig an sein Genre heran geht. An Leidenschaft und Können mangelt es auf „Diagrams“ keinesfalls, dafür aber an Melodien, die hängen bleiben.

Wenn das gewollt arhythmische „Lake Burley Griffin“ ertönt, sind die vorigen Lieder schon wieder wie weggespült. Mit fortlaufender Spielzeit lässt sich als Gewissheit erkennen, was der Auftakt vermuten lässt: „Diagrams“ ist eines dieser ordentlichen Alben mit ordentlichen Songs, die bei jedem Hören wieder nett sind, aber wohl nie in einer Playliste landen werden. Der Indie-Supporter und Alben-Entdecker in einem will aus „Diagrams“ vielleicht mehr machen, als es ist. Aber am Ende steht nach 38 Minuten ein Album, das schlichtweg ganz gut ist.

Lieder wie „John“, „Hollywood Hills“ und „Critical Mass“ kratzen vergebens an der Grenze zum Reich der Lieder, die uns in Erinnerung bleiben. Paul Smith hat eigentlich alles an Bord, um Hörer zu bezaubern, aber die Lieder selbst lassen das verräterische Etwas vermissen. Egal wie oft „Diagrams“ ertönt, endet der Spuk nach knapp vierzig Minuten und bis auf die letzten ein, zwei Stücke ist schon wieder alles vergessen.

Anspieltipps:

  • John
  • Around And Around
  • Hollywood Hills

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