Adam Naas - The Love Album - Cover
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Adam Naas The Love Album


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der französische Newcomer Adam Naas präsentiert Dark-Soul, der sich ausführlich um das Thema Liebe rankt.

Vor zwei Jahren tauchte der französische Soulsänger Adam Naas (26) mit seiner selbstbetitelten Debüt-EP (09/2016) und dem Song „Fading away“ auf der Bildfläche auf. Das Stück entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem digitalen Megahit mit mehr als fünf Millionen Stream und machte den aus Paris stammenden Musiker bekannt. Mit diesem viralen Kickstart im Rücken und einem Majorlabel als Vertriebspartner, legt der Franzose nun sein Debütwerk „The Love Album“ vor, das auf digitalem Weg bereits veröffentlicht wurde und nun auch ganz herkömmlich auf CD und Vinyl den Weg in die Läden gefunden hat.

Das Album entstand in London und Paris zusammen mit dem britischen Künstler und Electro-Produzenten Dan Black (Kelis, Louane, Kid Cudi und Maroon-5-Sänger Adam Levine). Zentraler Punkt der elf Tracks ist dabei Naas‘ gleichermaßen helle, ins Falsett fallende, aber auch rauchige Soulstimme, die an eine Mischung aus Prince, Marla Glen und Mavis Staples erinnert. Fürwahr keine schlechte musikalische Grundlage, bei der es inhaltlich – wie der Albumtitel ohne Umschweife deutlich macht – um alle Facetten der Liebe geht. Diese Themen wurden in einen elektrifizierten Sound mit Bestandteilen aus R&B, Pop, Soul und TripHop verpackt, der gleichsam anspruchsvoll, wie auch tanzbar und einschmeichelnd daherkommt.

Dabei steht treibender („Cherry lipstick“) und groovender („Strange love“) Soul-Funk, der sofort in Ohren und Beine geht, neben intimen Balladen („The love“, „When you’re holding me“) und Gospel-Stücken („Love is never to blame“), die Adam Naas spannend, berührend und eigenständig vorträgt. Der Franzose bedient sich weder auffallend bei großen Genre-Kollegen, noch verursacht seine markante Gesangsstimme grenzwertige Momente. Auf diese Weise erzeugt der 26-Jährige eine wohlige Atmosphäre, die zu keiner Zeit der 45 Minuten abreißt.

Fazit: Adam Naas legt mit „The Love Album“ ein feines Debütalbum vor, das dem Soul-Genre sehr gut zu Gesicht steht, aber auch einiges an Crossover-Potenzial mitbringt, um den Franzosen mittelfristig ein Thema für die Charts werden zu lassen. So wäre es auf jeden Fall wünschenswert, wenn Adam Naas nicht als virale Sensation versanden und stattdessen als echte Soul-Alternative durchstarten würde.

Anspieltipps:

  • Eternity
  • Strange love
  • True intimacy
  • Cherry lipstick
  • When you’re holding me
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