Jessica Einaudi - Black And Gold - Cover
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Jessica Einaudi Black And Gold


  • Label: Overhear/INDIGO
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album für ruhige Momente, das gefällig ist, aber nicht in Erinnerung bleibt.

Jessica Einaudis Album „Black And Gold“ ist Musik für den Hintergrund. Ob auf Partys, bei gemütlichen Abenden in freundschaftlicher Runde oder im Kaufhaus, erklingt Einaudis Musik zum richtigen Zeitpunkt, wenn Gespräche in den Vordergrund rücken und das Gespräch von ruhiger Musik getragen werden soll. Kein Künstler liest diese Einschätzung gerne, aber gleichzeitig schreibt auch niemand gerne so über Musik. Musik will in eine Stimmung versetzen, doch Einaudi beruhigt im besten Fall durch langsames Tempo und ihre weiche Stimme. „Black And Gold“ bleibt frei von Trauer, Freude, Wut und vielen weiteren Emotionen.

Von der romantisch gedachten Singer/Songwriterin macht Jessica Einaudi ein paar Schritte Richtung Trip-Hop, doch weder Melancholie („Sunlight“) noch Mystik („Prison Of Mine“) erreichen ein Level, das mitfiebern und -fühlen lässt. Die teils an Portishead erinnernde Grundstimmung gibt genug Grundlage, um interessante Pop-Werke zu schaffen. Einaudi beschränkt sich jedoch auf ihren einheitlichen, aber sehr zurückhaltenden Stil. Dieser schmiegt sich in technischer Hinsicht angenehm an die Ohren, aber lässt genannte Emotionslosigkeit herrschen. Selten erreicht Einaudi wie in „Take The Black“ zumindest ansatzweise einen Status, der den Hörer im Sound versinken lässt.

„Black And Gold“ ist eine Ode an eine Stilrichtung geworden, die die Sängerin leider nicht optimal anzuwenden weiß. Der Gesang macht den Anschein, dass sich Einaudi zurückhält, was das komplette Album ausbremst. Vielleicht ist dieser Ansatz gewollt, doch er führt zu keinem guten Ergebnis. Die beruhigende Wirkung auf „Black And Gold“ verpufft auf lange Sicht, da das Album ansonsten wenig zu bieten hat. Ohne Ausreißer nach oben oder unten droht dem Album gar in Vergessenheit zu geraten und wie ein Lied aus den 90ern unmerklich im Fade-Out zu verschwinden.

Anspieltipps:

  • Take The Black
  • Golden Head
  • Prison Of Mine

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