Razorlight - Olympus Sleeping - Cover
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Razorlight Olympus Sleeping


  • Label: Believe Digital/SOULFOOD
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Print me a Razorlight album that doesn't totally suck.

Nach über zehn Jahren Album-Pause legt die Band Razorlight um Mastermind Johnny Borrell (Ex-The Libertines-Bassist) ein neues Album vor. Razorlight? Bei diesen Namen werden jüngere Generationen wohl oder übel ins Grübeln kommen. Denn wer so lange keine neue Musik veröffentlicht, gerät schneller ins Vergessen, als einem lieb sein kann. Dabei zählten Razorlight mit ihren drei erfolgreichen Major-Alben „Up All Night“ (06/2004), „Razorlight“ (07/2006) und „Slipway Fires“ (11/2008) für ein paar Jahre zu heißesten Scheiß der britischen Indie-Rockmusik. Davon geblieben ist nicht viel.

2011 und 2014 gingen Razorlight zwar wieder auf Live-Tournee und Johnny Borrell veröffentlichte im Jahr 2013 mit „Borrell 1“ sein Solodebüt sowie 2016 mit „The Atlantic Culture“ sein Zweitwerk zusammen mit der Band Zazou, doch mehr als Achtungserfolge konnte die Alben nicht verbuchen. Vielleicht muss deshalb nun der Gold- und Platin-dekorierte Name Razorlight wieder herhalten, wenn Johnny Borrell zusammen mit Gus Robertson (Gitarre), Joäo Mello (Bass) und David Sullivan-Kaplan (Drums) neue Songs unters Volk bringen will.

Mit „Olympus Sleeping“ melden sich Razorlight jetzt also zurück aus der Gruft und wollen damit vornehmlich gute Laune zu schrammeligen Gitarren („Got to let the good times back into your life“), herrlich ungelenken Riffs („Razorchild“), stampfenden Rhythmen („Brighton pier“), krawalligen Rocksongs („Good night“) und tanzbaren Indie-Hymnen („Carry yourself“) erzeugen. Das gelingt der Band fraglos, auch wenn sie den britischen Indie-Rock dazu nicht neu erfindet.

Das müssen Razorlight auch nicht. Denn mit der Rückkehr zum räudigen Sound der frühen Nullerjahre und sonnigen Melodien wie in „Midsummer girl“ tun sie ihren alten Fans Gefallen genug. Dabei erreichen Razorlight zwar nicht die Rotzigkeit eines Pete Doherty bzw. der Libertines, doch Songs wie „Iceman“ oder auch „Sorry?“ haben auch so genügend Charme, um die Indie-Gemeinde wieder auf die Seite von Johnny Borrell und Co. zu bekommen.

Anspieltipps:

  • Sorry?
  • Good night
  • Japanrock
  • Razorchild
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