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Brenner Brenner


  • Label: We Love Music/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bekannt aus der Florian-Silbereisen-Show: Santiano auf Motorrädern, auch genannt Brenner.

Brenner, das sind fünf Brüder im Geiste mit einem Faible für Rockmusik, Lederklamotten und Motorrädern. Sie schreiben Songs über Freiheit, Freundschaft, Lebenslust und – natürlich! – schwere Maschinen. Eben diese Herren, Martin Goldenbaum (Gesang, Gitarre), Markus Siebert (Gesang, Gitarre), Marc Beierstedt (Gesang, Gitarre), Volker Schlag (Gesang, Bass) und Maurice Enrico Oliva (Gesang, Drums), veröffentlichen Mitte März 2019 ihr Debütalbum auf dem „We Love Music“-Label im Vertrieb von Universal, auf dem auch so polarisierende Acts wie Santiano und Oonagh erscheinen. Ein scheinbar passendes Zuhause für Brenner, die sich auch in Schlager-Kreisen nicht unwohl zu fühlen scheinen.

Nichtsdestotrotz hat das Quintett sein Debütalbum von Vincent Sorg (Die Toten Hosen, Broilers, Donots, In Extremo, Grave Digger,Hämatom) produzieren lassen, der weiß, wie eingängige Rockmusik mit einem amtlichen Sound ausgestattet wird. Dieser soll den Hörer mitreißen, wenn Brenner ihre plakativen Rockhymen mit abgekupferten Riffs und lupenreinen Klischeetexten vor ihm ausbreiten. Dabei verlegen Brenner einfach nur die Seefahrerromantik Santianos auf die staubige Route 66 und ersetzen Seemannsgarn durch Biker-Passion. Dass das Liedgut zu diesem Zweck so simpel wie nur möglich gestaltet wurde, versteht sich von selbst.

Dass Vincent Sorg gerne mit den Toten Hosen zusammenarbeitet, hört man Stücken wie „Richtung Alaska“, „Der letzte Song“ oder auch „Hauptgewinn“ deutlich an, da sich immer wieder Hosen-Elemente in den Brenner-Songs wiederfinden, die insgesamt wie am Reißbrett entworfen klingen und platte Ergüsse wie „Die Jungs“ oder auch „Wo du herkommst“ im Dutzend zutage fördern. So ergibt sich niemals das Gefühl, dass man es mit einem leidenschaftlichen Kunstwerk zu tun hat, da „Brenner“ einfach nur nach Baukastenprinzip klingt und null Seele besitzt.

Unterm Strich ist „Brenner“ einfach nur ein ärgerliches Produkt der Majorindustrie, die scheinbar eine Zielgruppe für Rockmusik auf Schlagerbasis entdeckt hat und mit Brenner eine Band präsentiert, die sich in einem nicht mehr ganz jungen Alter einen Traum verwirklicht und dabei offenbar bereitwillig den Kompromiss eingeht, ganz nach dem kommerziellen Gusto der großen Plattenfirma zu klingen. Auf der Strecke bleibt dabei vor allem eines: Die Glaubwürdigkeit!

Anspieltipps:

  • Halt dich fest
  • Richtung Alaska
  • Wo auch immer du grad bist
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