Sodom - Partisan EP - Cover
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Sodom Partisan EP


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 17 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Sodom haben einen kompletten Besetzungswechsel hinter sich und treten nun als Quartett in den Thrash-Metal-Ring.

Sodom-Boss Thomas Such alias Tom Angelripper (55) hat aufgeräumt und Anfang dieses Jahres nach langer Zeit mal wieder das Line-up seiner Band ausgetauscht. Seine Mitstreiter Bernd „Bernemann“ Kost und Markus „Makka“ Freiwald mussten gehen und wurden durch Band-Rückkehrer Frank „Blackfire“ Gosdzik (Gitarre) sowie Yorck Segatz (Gitarre) und Stefan „Husky“ Hüskens (Drums) ersetzt. Dass es bei so einer Trennung nach vielen Jahren nicht unbedingt herzlich zugeht, war zu erwarten. Bernemann war zum Beispiel über 20 Jahre Mitglied von Sodom, doch Tom Angelripper ist nun mal der Chef und ließ am 5. Januar verlauten: „Um einer möglichen Routine vorzubeugen, unter der die kreative Arbeit nicht optimal gewährleistet werden kann, möchte ich mit neuen hungrigen Musikern noch einmal voll angreifen“.

Inzwischen werkeln Sodom an einem neuen Studioalbum, das die Nachfolge des vor zwei Jahren auf den Markt gebrachten „Decision Day“-Longplayers (08/2016) antreten soll. Bis es soweit ist, kann es allerdings noch etwas dauern. Doch schon jetzt legt das Quartett einen ersten, wenn auch kleinen Beleg seiner Zusammenarbeit vor. Mit der auf CD und 10“-Vinyl veröffentlichen „Partisan“-EP zeigt sich die Gruppe nun erstmals musikalisch in der neuen Aufstellung. Mit dem Titelsong „Partisan“, der mit einem typischen Angelripper-Text zum Thema Krieg daherkommt sowie „Conflagration“ sind zwei Studioaufnahmen an Bord.

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Dazu kommt mit der Live-Version von „Tired & red“ vom „Agent Orange“-Album (06/1989), das am 18. Mai 2018 auf dem „Rock Hard“-Festival in Gelsenkirchener Amphitheater aufgenommen wurde, ein erster Live-Kracher des neuen Line-ups. Wobei, eigentlich sind es sogar zwei, denn die digitale Version von „Partisan“ hat noch den ebenfalls am 18. Mai 2018 aufgezeichneten „Tapping The Vein“-Track „One step over the line“ im Schlepptau. Warum dieser auf den physischen Ausgaben fehlt, ist eigentlich nicht nachvollziehbar.

Neue Besetzung hin oder her – Sodom sind Sodom sind Sodom. So auch hier und in extremer Kurzform. Will heißen: Die beiden neuen Stücke gehen gut auf die Zwölf und machen Appetit auf das kommende Album, wobei die zwei gehörten Tracks auch kein 100%iger Indikator für die Qualität des neuen Longplayers sein können.

Anspieltipps:

  • Partisan
  • Tired & red (live)
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