Jimi Hendrix - Electric Ladyland (50th Anniversary Edition) - Cover
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Jimi Hendrix Electric Ladyland (50th Anniversary Edition)


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 300 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

50 Jahre „Electric Ladyland“ werden auf drei CDs und einer Blu-ray in einem prächtigen Box-Set gefeiert.

Am 16. Oktober 1968 erschien mit „Electric Ladyland“ das dritte offizielle und zudem letzte Studiowerk von Gitarrengott Jimi Hendrix. Der damals als Doppelalbum konzipierte und 26 Songs mit 75 Minuten Spielzeit umfassende Longplayer zählt zu den bedeutendsten Veröffentlichungen in der Geschichte der Rockmusik und zeigt Jimi Hendrix auf dem Höhepunkt seiner Spielkunst – und das, obwohl die Aufnahmen alles andere als reibungslos verliefen und am Ende ohne die Hilfe eines externen Produzenten fertiggestellt werden musste.

Dennoch wurde „Electric Ladyland“ zu Jimi Hendrix‘ kommerziell erfolgreichstem Album. Es erreichte den ersten Platz der amerikanischen Billboard Charts und einen sechsten Platz in Großbritannien, wo ein alternatives Gatefold-Cover 19 nackte Frauen zeigte, was die Verkäufe scheinbar zusätzlich positiv beeinflusste. Hendrix selbst hielt von dem Bild allerdings nicht sehr viel und distanzierte sich davon. Sicher auch deshalb erscheint die jetzt vorgelegte Jubiläumsausgabe von „Electric Ladyland“ weder mit dem US- noch mit dem UK-Cover, sondern mit dem ursprünglich angedachten Bild, das den Meister samt Band mit ein paar Kindern im New Yorker Central Park zeigt. Der Schnappschuss stammt im Übrigen von Paul McCartneys späterer Ehefrau Linda.

Bild

Jimi Hendrix (Gesang, Gitarre), Noel Redding (Bass) und Mitch Mitchell (Drums) sowie weitere Studiomusiker und Kollegen wie Steve Winwood, Chris Wood, Brian Jones, Jack Casady oder auch Dave Mason spielten „Electric Ladyland“ in den Record Plant Studios in New York ein. Unter den Songs befinden sich mit „Voodoo chile“, „Gypsy eyes“, „Crosstown traffic“ sowie der Bob-Dylan-Coverversion von „All along the watchtower“ einige der größten Hits aus der kurzen Laufbahn des in Seattle geborenen Gitarristen. Diese werden nun von einer weiteren Disc mit Demos und frühen Versionen („The Making Of Electric Ladyland: The Early Takes“) flankiert, die dem geneigten Hörer einen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses Meilensteins verschafft.

Darüber hinaus wurde dem Box-Set eine Live-CD mit dem bisher unveröffentlichten Konzertmitschnitt „Live At The Hollywood Bowl“ vom 14. September 1968 beigefügt, die klanglich allerdings nicht über Bootleg-Niveau hinwegkommt. Stattdessen wurde das Originalalbum von Bernie Grundman (u.a. Lisa Stansfield, Prince, Dr. Dre, Steve Vai, Jennifer Warnes, Michael Jackson) digital aufgefrischt und für die beiliegende Blu-ray-Disc im 24 bit/96 kHz High Resolution Sound neu abgemischt. Daraus resultiert ein sensationelles Sound-Ereignis, das „Electric Ladyland“ bei all seinen bisherigen Wiederveröffentlichungen noch nie wiederfahren ist.

Günstig ist der Spaß leider nicht, wenn man sich die 50th Anniversary Edition von „Electric Ladyland“ zulegen möchte. Die vier Silberlinge wurden in separaten Papp-Schubern in einem stabilen 30x30cm Hardcover-Buch untergebracht, das auf 48 Seiten bis dato unbekannte Fotos, handgeschrieben Songtexte, Albuminformationen und ein Essay von Rolling-Stone-Autor David Fricke beinhaltet. Damit wird die musikalische Entdeckungsreise adäquat unterstützt und zu einem umfassenden Gesamterlebnis aufgewertet.

Anspieltipps:

  • Gypsy eyes
  • Voodoo chile
  • Hey Joe (Live)
  • Purple haze (Live)
  • Crosstown traffic
  • Foxey lady (Live)
  • All along the watchtower
  • Sunshine of your love (Live)
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