Within Temptation - Resist - Cover
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Within Temptation Resist


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der große Stilwechsel bleibt aus. Within Temptation bedienen auf „Resist“ auch weiterhin alte Hörgewohnheiten.

Mit „Resist“ legt das niederländische Gothic/Symphonic/Alternative/Power-Metal-Konglomerat Within Temptation – Sharon den Adel (Gesang), Robert Westerholt (Gitarre), Ruud Adrianus Jolie (Gitarre), Stefan Helleblad (Gitarre), Jeroen van Veen (Bass), Martijn Spierenburg (Keyboards) und Mike Coolen (Drums) – sein inzwischen siebtes Studioalbum vor, das ursprünglich bereits am 14. Dezember 2018 veröffentlicht werden sollte, aber offiziell aufgrund von Produktionsproblemen auf den 1. Februar 2019 verschoben wurde. Damit sind seit „Hydra“ (01/2014) fünf Jahre vergangen, in denen sich die Band auf die Suche nach neuen Inspirationen machte und im Ergebnis noch stärker auf genrefremde Einflüsse setzt.

So warf Sängerin Sharon den Adel (44) u.a. die Eindrücke ihres poppigen Soloprojekts My Indigo (04/2018) in die Waagschale, die auf „Resist“ mit dem typisch düsteren Bombast-Metal ihrer Haupt-Band kombiniert wurden. Betreut wurde das Ganze von dem schwedischen Songschreiber und Produzenten Daniel Gibson (Haevn, Anneke Van Giersbergen, OOMPH!, Sandra Nasic, Armin van Buuren), der mit seinen vielfältigen Erfahrungen dazu beitrug, dass Within Temptation mit frischem Schwung aus ihrer Pause zurückkehren.

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Als Gäste wurden dazu Jacoby Shaddix (Papa Roach), Anders Fridén (In Flames) und Jasper Steverlinck (Arid) eingeladen, die es mit Sharon den Adels zumeist theatralischem Gesangsstil aufnehmen müssen und dabei allein schon als Auflockerung einen guten Dienst leisten. Denn wie immer ist der Sound von Within Temptation eine ziemliche Herausforderung für das zarte Gehör und am Ende wenig überraschend. So gibt es wie erwartet eine Mischung aus melodischen („Endless war“, „Mercy mirror“), poppigen („In vain“) und eingängigen Elementen („Supernova“, „Mad world“) auf die Ohren, die von einem ununterbrochenen metallischen Donnergrollen unterfüttert wird („Raise your banner“, „Trophy hunter“).

Das passiert natürlich im Einklang mit einer vollfetten Breitwand-Bombast-Produktion, bei der alle Regler auf Anschlag eingestellt sind („Holy ground“). Leise Töne scheinen die Niederländer jedenfalls gar nicht mehr zu kennen. Denn selbst balladeskes Material wird einer permanenten Unruhe ausgesetzt, die es dem neutralen Hörer schwer macht, etwaige Feinheiten in den Kompositionen erkennen zu lassen. Den Fans wird „Resist“ dennoch gefallen, da sich Within Temptation keinesfalls einem Stilwechsel hingegeben haben und damit alte Hörgewohnheiten routiniert bedienen.

Anspieltipps:

  • In vain
  • Supernova
  • Endless war
  • Mercy mirror
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