Maggie Rogers - Heard It In A Past Life - Cover
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Maggie Rogers Heard It In A Past Life


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
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Dem Majordebüt der jungen Amerikanerin stünde etwas mehr Drama, Sensation und Aufregung gut zu Gesicht.

Mit der jungen Amerikanerin Maggie Rogers steht gleich zu Beginn des neuen Musikjahres ein hoffnungsvolles Talent am Start, das eine für aktuelle Nachwuchsmusiker fast schon typische Laufbahn vorweisen kann. Denn schon während ihrer College-Zeit veröffentlichte Maggie Rogers mit „The Echo“ (05/2012) und „Blood Ballet“ (07/2014) zwei Independent-Alben. Damit war ihr Weg als Songschreiberin quasi vorgezeichnet.

Später nahm sie an einem Förderprogramm des Berklee College Of Music teil und legte einen Abschluss an der New Yorker Tisch School Of The Arts ab. In dieser Zeit ging auch der künstlerische Stern für Maggie Rogers auf. Denn für einen ihrer Kurse, geleitet von keinem geringeren als Pharrell Williams, schüttelte sie eine Demoversion des Songs „Alaska” (10/2016) aus dem Ärmel, der sich zu einem viralen Phänomen entwickelte und bis heute mehr als 25 Millionen Streams verbuchen konnte.

Damit stand nun auch die Major-Industrie bei der 24-Jährigen Schlange, die einen Vertriebsdeal mit Capitol Records unterschrieb und im Februar 2017 die EP „Now That The Light Is Fading“ als Vorboten ihres Longplay-Debüts auf den Markt brachte. Dieses liegt nun in Form von „Heard It In A Past Live“ vor und wurde – ganz Major-typisch – von erfahrenen Musikern begleitet. So waren u.a. Produzenten und Songwriter wie Greg Kurstin, Doug Schadt, Ricky Reed, Kid Harpoon, Lucio Westmoreland, Nick Das und Rostam beteiligt, die u.a. schon mit Leuten wie P!nk, Kelly Clarkson, Foo Fighters, Jason Derulo, Florence + The Machine, Jessie Ware, Carly Rae Jepsen und Hamilton Leithauser zusammengearbeitet haben.

Doch was macht Maggie Rogers eigentlich so besonders? Um ehrlich zu sein: Nach zwei, drei Hördurchgängen von „Heard It In A Past Live“ lässt sich das virale Phänomen Maggie Rogers nicht wirklich erklären. Denn bei allem hörbaren Talent schlägt ihre kompositorische Mischung aus Folk, Pop, Electro und Dance nämlich nicht die erwartet hohen Wellen, obwohl mit Songs wie „Overnight“, „Light on“ oder auch „Back in my body“ durchaus gutes Material vorhanden ist. Dazu fehlt die ganz große Tiefe auf der einen und der unbedingte Hang zur Eingängigkeit auf der anderen Seite.

Was dem Album dagegen zugutegehalten werden muss, ist, dass der Einfluss der vielen Beteiligten nicht negativ abgefärbt ist und Maggie Rogers dadurch austauschbar und nach bereits bekannten Sängerinnen klingt. Ein bisschen mehr Drama, Sensation und Aufregung wäre dennoch wünschenswert gewesen, um „Heard It In A Past Live“ nachhaltiger im Kopf des Hörers zu platzieren.

Anspieltipps:

  • Say it
  • Light on
  • Overnight
  • Back in my body
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