Art Brut - Wham! Bang! Pow! (Let´s Rock Out!) - Cover
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Art Brut Wham! Bang! Pow! (Let´s Rock Out!)


  • Label: Believe Digital/SOULFOOD
  • Laufzeit: 36 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Art Brut sind nicht mehr ein Schatten ihres frühen selbst, sondern eine inzwischen gewandelte und angepasste Rockband.

Bläser, Indie-Chöre und Garagen-Sound eröffnen die Art-Brut-Rückkehr „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“. Aber hinter der Band, die in ihrer Frühzeit mit progressiven Rockkünstler-Vorbildern wie Radiohead zumindest in einem Absatz genannt wurden, verbirgt sich heute eine wütende College-Rock-Band. Mit einer verschlagenen Attitüde, die an Franz Ferdinand erinnert, ist das neue Album eine Abhandlung über die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.

„Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ dreht sich um nichts und dabei ständig um sich selbst. Das Album erzählt oberflächlich vom Leben in Berlin (u.a. „Schwarzfahrer“, „Good Morning Berlin“) und ansonsten von Liebesgeschichten, die Hörer kennen, bevor der Sänger auch nur angefangen hat. Mit „I Hope You’re Very Happy Together“ und „She Kissed Me (And It Felt Like A Hit)“ erreicht die Band dabei herunter genudelte Tiefpunkte der eigenen Bandgeschichte. Art Brut taumeln auf ihrer neuen Scheibe gewaltig.

Gut produzierte und leicht zugängliche Melodien sind nicht genug, wenn sie sich in ewigen Wiederholungen und inhaltslosen Nichtigkeiten verlieren. Wenn die Band clever zu sein versucht, ist dieser Mangel am schmerzvollsten. „Schwarzfahrer“ und „Hospital!“ fallen als vermeintlich lustige Songs dahingehend auf die Nase, dass sie von Klang und Humor her eine Parodie typischer Brit-Rock-Songs sind. Viel zu selten klingen die Lieder ehrlich wie in „Your Enemies Are My Enemies Too“ oder auch dem vorangehenden „Awkward Breakfast.“

„Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ ist ein oberflächlich wirkendes Album, das musikalisch ein Rockalbum unter Tausenden ist. Der Band bleibt zu wünschen, dass dieser Output viel mehr die Motivation ist, um weiterzumachen. Eine grandiose Rückkehr ist dieses Album nämlich nicht geworden.

Anspieltipps:

  • Your Enemies Are My Enemies Too
  • Awkward Breakfast
  • Hooray!

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