Mariah Carey - Caution - Cover
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Mariah Carey Caution


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Komplett belangloses Gesäusel einer zur Karikatur verkommenen R&B- und Pop-Diva.

4½ Jahre nach dem äußerst ungelenk betitelten und mehrfach verschobenen „Me. I Am Mariah… The Elusive Chanteuse“-Album (05/2014), das weder künstlerisch noch kommerziell einen Hering vom Teller ziehen konnte und das insbesondere in den heimischen USA vollkommen zurecht als Flop bezeichnet werden kann, meldet sich die stark auf die Fünfzig zugehende Pop- und R&B-Wuchtbrumme mit ihrem 15. Studioalbum namens „Cause“ zurück, dem bis dato bereits drei Singleauskopplungen vorausgingen, die allesamt enttäuschten.

Dabei hat Mariah Carey (48) angeblich extra 30 Kilo abgespeckt, um sich und ihre neuen Songs mit gewohnt vollem Körpereinsatz zu promoten, ohne allzu sehr auf Photoshop-Techniken zurückgreifen zu müssen, die fast schon legendäre Cover wie z.B. das „The Emancipation Of Mimi“ (04/2005) hervorbrachten, das Mariah Carey mit gefühlt zwei Meter langen Beinen zeigt. Ein echtes Wunder bei 1,73m Körpergröße. Schöner wäre allerdings, wenn die New Yorkerin wieder musikalische Wunder wie in den 90er Jahren vorweisen könnte, in denen sie die Charts dominierte.

Mehr als 200 Millionen verkaufte Tonträger sind definitiv keine Garantie dafür, dass Mariahs Fans der 5-Oktaven-Stimme auch heute noch blind folgen. Dazu hat der Markt sich zu sehr verändert und der potenzielle Käufer gibt sein Geld nicht mehr treudoof aus, nur weil ein berühmter Name auf dem Cover steht. Dieser allein kann den Karren nämlich auch nicht aus dem Dreck ziehen, wenn Songs wie „GTFO“, die nichts weiter als einen zarten Hauch von gar nichts darstellen, als Single ausgekoppelt werden. Damit wird dem Hörer vielmehr sehr früh der Weg gewiesen, auf den sich Mariah Carey mit „Caution“ begeben hat.

Sie präsentiert in erschreckend kurzen 38 Minuten zehn Songs, die auf schwülstigem R&B basieren, an dem sich Feature-Gäste wie Slick Rick, Blood Orange, Ty Dolla Sign und Gunna beteiligt haben, ohne dass sie diesem auch nur irgendwie ein Gesicht oder einen kreativen Höhepunkt verleihen können. Stattdessen prasselt banale Stangenware auf den Hörer ein, von der absolut nichts im Gedächtnis bleibt – produziert von irgendwelchen hippen Studiofummlern, die kein Gespür dafür haben, wofür Mariah Carey eigentlich steht.

Anspieltipps:

  • Portrait
  • The distance
  • Stay long love you
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