Legion Of The Damned - Slaves Of The Shadow Realm - Cover
Große Ansicht

Legion Of The Damned Slaves Of The Shadow Realm


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach fünf Jahren Pausen kehren die niederländischen Todesmetaller mit einem neuen Langeisen zurück.

Eine kleine Geschichtskunde zu Beginn, da das bis dato letzte Werk von Legion Of The Damned – „Ravenous Plague“ (01/2014) – bereits fünf Jahre auf dem Buckel hat und deshalb vielleicht nicht jeder etwas mit der Band anfangen kann. Legion Of The Damned ist eine vor 15 Jahren in den Niederlanden gegründete Death-Metal-Band, die aus den Mitgliedern der Band Occult (aktiv von 1990 bis 2004) hervorging. Zwischen 2006 und 2014 veröffentlichte die Gruppe aus Helden, Limburg, insgesamt sieben Longplayer, davon sechs Studioalben. Ein enormes Pensum, das irgendwann nicht mehr durchzuhalten war. Es war Zeit für eine Pause.

Allerdings lagen Legion Of The Damned nicht die gesamten fünf Jahre komplett auf Eis. Die Niederländer in Person der Gründungsmitglieder Erik Fleuren (Schlagzeug) und Maurice Swinkels (Gesang) sowie Twan van Geel (Gitarre) und Harold Gielen (Bass) spielten immer wieder Live-Konzerte, vermieden dabei aber die üblichen Tourstationen in Mitteleuropa. Die Band tourte durch Länder wie Dubai, Vietnam, Thailand und Singapur und lies sich nebenher für das Songwriting viel Zeit. Zudem entschleunigten Legion Of The Damned den Prozess aus Schreiben, Aufnehmen und Abmischen, um so zu einem ausgewogenen Ergebnis zu kommen.

Bild

Zusammengearbeitet wurde wie immer mit Stammproduzent Andy Classen (Tankard, Destruction, Krisiun, Belphegor, Kärbholz), der dem Quartett einen gut abgehangenen, kompromisslosen Black-, Thrash- und Death-Metal-Cocktail entlockte, der zwar keine Experimente eingeht, aber dennoch zu überzeugen weiß. So hauen die Niederländer am Stück ein Bündel aus düsteren Speed-Keulen („The widow’s breed“), Todeswalzen („Nocturnal commando“) und tiefschwarzem Grollen („Slaves of the southern cross“) raus, als wäre hier immer noch ein Rudel junger, hungriger Wölfe am Werk.

Fazit: Neun Songs in weniger als 40 Minuten sind eine kompakte Ausbeute für ein, wenn man so will, Comeback. Tatsächlich ist es aber genau die richtige Dosierung, um den Hörer mit routiniertem Old-School-Metal und düsterer Atmosphäre bei der Stange zu halten. So kann gar nicht erst Langeweile aufkommen, die die meisten Longplayer mit Spielzeiten um die 60 Minuten leider oftmals mit sich bringen.

Anspieltipps:

  • Palace of sin
  • Charnel confession
  • Black banners in flames
  • Slaves of the southern cross
Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Legion Of The Damned“
comments powered by Disqus