Volbeat - Let´s Boogie! Live From Telia Parken - Cover
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Volbeat Let´s Boogie! Live From Telia Parken


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 136 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Live-Album von Volbeat dokumentiert, dass die Dänen inzwischen als Stadion-Band weltweit erfolgreich sind.

Die dänische Rockband Volbeat machte am 26. August 2017 im Rahmen ihrer Tournee zum noch immer aktuellen Studioalbum „Seal The Deal & Let´s Boogie“ (06/2016) Halt im heimischen Kopenhagen, um im mit fast 50.000 Besuchern ausverkauften Telia Parken Stadion zusammen mit vielen Gästen wie Danko Jones, Mille Petrozza (Kreator), Barney Greenway (Napalm Death) oder auch Lars Ulrich (Metallica) die Rock’n’Roll-Sau rauzulassen. Dabei liefen die Aufnahmegeräte mit, denn schließlich zählen die Mannen um Mastermind Michael Poulsen (43) inzwischen zu den kommerziell erfolgreichsten Metal- und Hardrock-Acts auf dem Globus. Da wird es nach sieben Jahren mal wieder Zeit für ein Live-Album.

Es ist schon erstaunlich, was Volbeat seit ihrer Gründung im Jahr 2001 geschafft haben. Die Venues der ihrer Tourneen werden immer größer und auch die Alben platzieren sich selbst in so schwierigen Märkten wie Großbritannien und den USA auf vordersten Positionen. Dadurch gerät die Band in die komfortable Situation, sich Träume wie ein Auftritt im Telia Parken Stadion zu erfüllen und dazu hochkarätige Kollegen als Gäste einfliegen zu lassen. Das Ergebnis dieser Sause liegt nun in Form des Konzertfilms und der Doppel-CD (bzw. Dreifach-Vinyl) „Let’s Boogie! Live From Telia Parken“ vor und soll den Fans kurz vor Weihnachten amtlich den Kitt von der Brille blasen.

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Die Besuchermeute in Kopenhagen rastet vom ersten Moment an völlig aus und geht bei den stets eingängigen Songs ihrer Landsleute bedingungslos mit. Scheinbar ist allen bewusst, dass an diesem Tag Geschichte geschrieben wird, denn noch nie zuvor hat ein dänischer Act das Stadion in der eigenen Hauptstadt bespielt. Wenn man dann noch daran denkt, dass Volbeat einst für ihren „komischen Elvis-Metal“ belächelt wurden, ist dieser Gig die beste Antwort auf all ihre Kritiker. Und Volbeat genießen eben jene bei mehr als zwei Stunden auf der Bühne in vollen Zügen.

Poppiger war Metal und Hardrock noch nie. Dafür werden die vier Dänen noch immer schief angeguckt. Aber so ist das fast immer, wenn sich kommerzieller Erfolg einstellt. Das mussten selbst Metallica leidvoll erfahren. Dabei ist ihr schwarzes Album (08/1991) einer der großartigsten Zwitter aus Mainstream-Rock und Heavy Metal. Wie passend, dass Volbeat zusammen mit Metallica-Drummer Lars Ulrich an diesen Abend den Hit „Enter sandman“ von besagtem Album zocken und sich damit ins rechte Licht rücken.

Volbeat können anno 2018 völlig zu Recht als Hit-Monster bezeichnet werden, die ein Stadion mühelos in den Griff bekommen. Kein Wunder, dass der hier präsentierte neue Song „The everlasting“ in Sachen Riffing mehr denn je nach Metallica klingt. Aber auch das eigene Songmaterial hat inzwischen einen Status und eine Wirkung erreicht, mit dem bzw. der die Dänen als Zukunft der härteren Mainstream-Rockmusik angesehen werden dürfen.

Anspieltipps:

  • Fallen
  • Radio girl
  • Let it burn
  • Seal the deal
  • Enter sandman
  • Sad man’s tongue
  • Guitar gangsters & Cadillac blood
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