Rhonda - You Could Be Home Now - Cover
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Rhonda You Could Be Home Now


  • Label: Popup-Records/SOULFOOD
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hat hier noch jemand Appetit auf Spaghetti-Western mit extra Soul-Pop?

Lob ist wichtig. Zwar lernen wir aus Fehlern das meiste, aber ohne Lob ist kein Ziel in Sichtweite. Deswegen erscheint es wichtig, Rhonda dafür zu loben, dass sich die norddeutsche Truppe weiterhin nicht nach Trends und Hypes umdreht. Mit der Rahmenhandlung „Morongo Road“, die den Geist eines Ennio Morrichone beschwört und das Album aus den Schatten heraus unterfüttert, versuchen sich Rhonda an Pop-Rock mit Soul und Spaghetti-Western-Klang.

Die grundlegende Idee ist ambitioniert, lässt auf „You Could Be Home Now“ jedoch Konsequenz vermissen. Während „Baby“ und „Couldn’t Say Yes“ dank Soul amerikanisch klingen, weiß lediglich ersteres auch die Western Elemente brauchbar einzusetzen. Der einprägsamste Song des Auftakts „Habits“ verzichtet komplett auf diese Einflüsse und ist schlichter Pop-Rock made in Germany. Danach verliert sich das Album während des Titeltracks im Tango, kehrt hier und da zum Soul zurück und ist dabei selten mehr als nett.

„You Could Be Home Now“ ist ein braves Album, das durchgehend Gefahr läuft, überhört zu werden. Mit „Why We Stay“ beweist die Band, dass sie in dieser Ruhe durchaus Großes schaffen kann. Die Stil-Experimente dominieren Rhondas neues Album allerdings und diese sorgen zwar für Abwechslung, die aber kaum über Tiefe verfügt. Hörer klammern sich an die solideren Ausflüge wie „In The Ground“ und „So Wrong“, die das Album am Laufen und Leben halten. Oder die Band hätte sich direkt wie bei „I Do“ auf die gelegten Morrichone-Schienen einstellen können, um sich selbst mehr Tiefe zu verschaffen.

Anspieltipps:

  • Why We Stay
  • I Do
  • Habits

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