Jon Schaffer´s Purgatory - Purgatory EP - Cover
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Jon Schaffer´s Purgatory Purgatory EP


  • Label: Century Media/Sony Music
  • Laufzeit: 26 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Jon Schaffer hat die Vorgänger-Band von Iced Earth wiederbelebt.

Purgatory (deutsch: Fegefeuer) war eine US-amerikanische Heavy-Metal-Band aus Tempa, Florida, die zwischen 1985 und 1988 aktiv war und von einem gewissen Jon Schaffer (50) im Teenager-Alter gegründet wurde. Dieser taufte Purgatory (fürwahr kein seltener Bandname im internationalen Metal-Zirkus) in Iced Earth um und startete mit dieser Formation eine erfolgreiche, bis heute andauernde Karriere im Power-Metal-Fach.

30 Jahre nach der Auflösung von Purgatory hat sich Jon Schaffer im Frühjahr 2018 mit seinen alten Bandkumpels wiedergetroffen, um dem Kapitel Purgatory eine eigenständige Veröffentlichung widmen. Schließlich lagen in der Schublade noch ein paar alte Songs aus den 80er Jahren herum, denen einfach nur der Staub von den Klamotten geschüttelt werden musste.

Unter dem erweiterten Namensschild Jon Schaffer’s Purgatory (um oben angedeutete Verwechslungen auszuschließen) und in der Besetzung Jon Schaffer (Gitarre, Gesang), Gene Adam (Gesang), Bill Owen (Gitarre), Jim Morris (Gitarre), Ruben Draken (Bass) und Mark Prator (Drums) enterten die Herren das Morrisound Studio in Florida, um fünf Tracks des Jahrgangs 1985/86 neu einzuspielen. Diese liegen nun in limitierter Form auf CD sowie Vinyl vor und sind dem Original-Purgatory-Bassisten Richard Bateman gewidmet, der vor den Aufnahmen verstarb.

Als Ergebnis liegt ein immerhin 26 Minuten langer Dreher vor, der bis zum Rand mit authentischen US-Metal-Kraftfutter ausgestattet ist und sowohl musikalisch als auch inhaltlich auf das junge Alter der Protagonisten hindeutet, die das Ursprungsmaterial vor über 30 Jahren komponierten. Frisch gemastert von Zeus (Queensryche, Hatebreed, Rob Zombie, Overkill, Six Feet Under) klingen die Neueinspielungen allerdings absolut zeitgemäß.

Dabei fällt insbesondere das Wiederhören mit Gene Adam auf, der damals auch das Debütalbum von Iced Earth einsang und hier als Metal-Sirene die Zügel in der Hand hält. Er performt die blutrünstigen Fantasy-Texte wie ein jugendlicher Gott, während die Gitarrenabteilung ein paar formidable Riffs aus dem Zylinder zaubert und die „Purgatory“-EP damit zu einem feinen Abschluss im Metal-Jahr 2018 krönt.

Anspieltipps:

  • Dracula
  • In Jason’s mind
  • In your dreams
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