SHVPES - Greater Than  - Cover
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SHVPES Greater Than


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Gute zehn Jahre nach Ende der Hochzeit des Emo-Genres dürfen wir festhalten, dass das Genre 2018 in all seinen Facetten zurück ist.

Fall Out Boy, Panic! At The Disco und Atreyu sind lediglich einige Namen, die dieses Jahr wieder den Emo-Faktor hochgeschraubt haben. Shvpes positionieren sich mit genug Abstand in der Metalcore-Ecke, die ihre Emocore-Wurzeln aber nie verbirgt. Im Vergleich zu Atreyu geben sich Shvapes auf „Greater Than“ alle Mühe, um weniger Melodie verliebt zu wirken, doch bei allem Boxengeballer sind die Mitsinghymnen nicht zu überhören.

Den Shvpes kommt entgegen, dass bei ihnen keine Voraberwartung wie bei Atreyu herrscht. Während „In Our Wake“ alteingesessenen Atreyu-Jüngern zu soft sein könnte, darf sich Shvpes weniger Härte erlauben. Zwar wird auf „Greater Than“ geschrien und auf schepperndes Schlagzeug und gewaltige Gitarren gesetzt, doch die Musik der Band geht leicht ins Ohr. Leider findet sie ihren Weg über den Gehörgang in den Kopf nicht. Der Klang der wütenden Young Adults gelingt Shvpes gut, aber zu selten bleibt ein Track wie „Renegades“ zumindest in Ansätzen hängen. Bei aller Wucht der Arrangements fehlt den Melodien etwas, woran sich Hörer festhalten können.

Dazwischen mogeln sich fragwürdige Stilentscheidungen wie die Interluden „Two Wrongs, No Rights“ und „I’m Stuck“, die weder Metal-Fleisch noch Core-Fisch sind und als fehlgeleitete Verneigungen vor Bands wie Limp Bizkit erscheinen. Dann hören wir lieber ordentliche Tribute wie „Note To Cell“ und „Someone Else“ und einigen uns darauf, dass Shvpes ein wieder aufgekommenes Interesse an wütend adoleszenter Musik bedienen. Dass die Band dabei qualitativ eher auf einer Welle mitschwimmt, statt selbst neue Standards abzuliefern, wird ihnen von Genre-Freunden sehr wahrscheinlich verziehen.

Anspieltipps:

  • Renegades
  • Undertones
  • Someone Else

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