Panda Bear - Buoys  - Cover
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Panda Bear Buoys


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 32 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
9/10 Leserwertung Stimme ab!

Panda Bear wissen immer noch, wie sie ihren eigenen Geist heraufbeschwören, doch der Lorbeerkranz, den sie dabei tragen, leidet inzwischen an Alterserscheinungen.

„Ja, sei doch glücklich, dass Panda Bear sich treu bleiben!“, ist eine durchaus berechtigte Ansage, nachdem die leicht verwässerte halbe Stunde auf „Buoys“ vorbei ist. Der hallende Gesang und die in die Tiefe gehende Musik sind klarer, als das noch zu „Tomboy“-Zeiten der Fall war. Ansonsten hat sich in knapp acht Jahren wenig getan. Beim Stammlokal wird gerne dasselbe wie immer bestellt, aber dasselbe wäre in diesem Fall eine Rückkehr des Hörers zu „Tomboy“. Warum „Buoys“ sich zusätzlich ins Plattenregal gesellen sollte, ist die entscheidende Frage für ein Album, das wenige Argumente mit sich bringt.

Neben dem klareren Sound ist eine Affinität zu einer klareren Aufteilung zwischen luftigem Gitarren-Pop und plastischen Synthesizern zu erkennen. Diese ist im Vergleich zu vorigen Klangtaten allerdings eher hinderlich. Das wird mit „Token“ deutlich, das die vorangehenden Tracks problemlos in die Tasche steckt. Der sanfte Übergang zwischen psychedelischen Pop-Ideen, Gitarren und introvertiert verzerrtem Gesang ist und bleibt die Stärke Panda Bears, die auf „Buoys“ zu oft verloren geht.

Entweder stehen sich die klar unterteilten Elemente gegenseitig im Weg oder Panda Bear vergisst den Einsatz komplett und langweilt mit seichtem Pop der Marke „Master“. Manchmal greift Panda Bear wie in „Inner Monologue“ nach interessanten Mischungen, die sich den verschwimmenden Übergängen hingeben. In Erinnerung bleiben allerdings eher die grobschlächtigen Einsätze des Titeltracks, die Hörer kurzzeitig an der Qualität ihrer Boxen oder des Downloads zweifeln lassen. Panda Bear bleibt ein Projekt, das sich stilistisch abhebt. Aber einfach nur anders zu klingen, hilft bestenfalls im ersten Moment. Nicht nur aufgrund der kurzen Spieldauer lässt „Buoys“ Gehalt vermissen, der Hörer auf Dauer anlockt.

Anspieltipps:

  • Token
  • Inner Monologue
  • Home Free

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