Jack Savoretti - Singing To Strangers - Cover
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Jack Savoretti Singing To Strangers


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 64 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Jack Savoretti wandelt auf den Spuren von Ennio Morricone.

Folk-Star Jack Savoretti (35) bleibt seinem ambitionierten Veröffentlichungsrhythmus weiterhin treu und legt mit „Singing To Strangers“ seinen sechsten Longplayer vor. Der in London geborene und mit italienischen sowie deutsch-polnischen Wurzeln ausgestattete Sänger und Songschreiber zählt mit fünf Studioalben und einer Compilation in 12 Jahren zu den fleißigsten Genre-Vertretern seiner Generation. In all den Jahren machte er sich mit eingängigem Folk-Pop einen guten Namen, was sich inzwischen auch kommerziell auszahlt.

So erreichten die beiden vorherigen Alben „Written In Scars“ (02/2015) und „Sleep No More“ (10/2016) in Großbritannien die Top 10 der Longplay-Charts und erhielten jeweils eine Gold-Auszeichnung für mehr als 100.000 verkaufte Einheiten. Das neue Werk, „Singing To Strangers“, wurde im Sommer 2018 in Ennio Morricones Studio in Rom, im Keller einer alten Kirche aufgenommen und zusammen mit Savorettis Live-Band, bestehend aus Pedro Vito (Gitarre), Sam Lewis (Gitarre), Sam Davies (Bass), Jesper Lind (Drums) sowie Nikolai Torp (Keyboards), eingespielt.

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Musikalisch ist sich Jack Savoretti auch auf „Singing To Strangers“ – wie immer, wenn man so will –, treu geblieben. Er serviert seinen Hörern gefühlvollen und eingängigen, durchaus dem Mainstream zugewandten Folk-Pop, auf den sich heuer allerdings der Geist Ennio Morricones übertragen hat. Denn schon der Opener „Candlelight“ ist von der Stimmung der 60er Jahre geprägt. So wirken die süffigen Streicher-Arrangements, das perlende Piano und die Chöre wie aus einem Film-Soundtrack des Großmeisters adaptiert. Eine interessante Idee, die sich auch durch den Rest des Albums zieht.

Dieses wurde von Cam Blackwood (London Grammar, George Ezra, British Sea Power, We Are Scientists, Florence + The Machine) produziert, der den Morricone-Spleen konsequent mitbegleitet hat. Deshalb bleibt „Candlelight“ beileibe kein Ausreißer. Egal, ob Balladen („Better off without me“, „What more can I do?“) oder schnellere Songs („Youth & love“, „Greatest mistake“) – „Singing To Strangers“ funktioniert in jedem Moment mit großen Melodien („Things I thought I’d never do“) und toller Atmosphäre. Wenn dann zum Schluss noch ein Live-Duett mit Kylie Minogue erklingt („Musics too sad without you“), fühlt sich der Hörer endgültig abgeholt. Schließlich war sich selbst der große Nick Cave nicht zu schade für eine Zusammenarbeit mit der Australierin.

Anspieltipps:

  • Candlelight
  • Youth & love
  • Touchy situation
  • Dying for your love
  • Better off without me
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