Frittenbude - Rote Sonne - Cover
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Frittenbude Rote Sonne


  • Label: Audiolith/Broken Silence
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Einmal Currywurst und Pommes, bitte! Und mach mal ruhig ein Bier dazu.

Die Jungs aus der Frittenbude sind wieder da! Die drei bayerischen Wahl-Berliner Johannes Rögner (Gesang, Texte), Martin Steer (Gitarre) und Jakob Häglsperger (Bass, Drums, Synthesizer) legen 3½ Jahre nach dem „Küken des Orion“-Album (08/2015), das einen starken elften Platz in den deutschen Charts erreichte, mit „Rote Sonne“ ihren inzwischen fünften offiziellen Longplayer vor, der im Sommer des vergangenen Jahres eingespielt wurde und auf die bewährte stilistische Mischung aus Indie-Pop, Electro-Punk, 80er-Jahre-Wave und HipHop/Rap-Elementen setzt.

Ein bloßer Abklatsch ihrer frühen Alben ist „Rote Sonne“ dennoch nicht. Vielleicht mögen Frittenbude inzwischen etwas ruhiger und weniger zappelig geworden zu sein, was wir einfach mal unter „erwachsen werden“ verbuchen, aber schlecht steht das dem Trio nicht. Denn das Mehr an Atmosphäre durch eine organische Instrumentierung, in Verbindung mit kryptisch-hippen Texten, ergibt ein Klangbild, mit dem sich zwischen Casper, den Kalkbrenners und Tocotronic gut verweilen lässt („Alles was wir nicht tun“).

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Wichtig ist: Ihre Dringlichkeit haben Frittenbude auch anno 2019 nicht verloren. Egal, ob durch mitreißend-wütende Klänge („Insel“, „Die Dunkelheit darf niemals siegen“) oder deepe Lyrics („Brennen“, „Kanister“), die aus Niederbayern stammenden Jungs haben in den vergangenen 13 Jahren ihren ureigenen Großstadtsound kreiert, den sie nun auf eine neue Stufe gehoben haben. Zwar wird es den einen oder anderen geben, der diesem Schritt nicht folgen mag, zum Beispiel, weil ihm der Hype-Faktor zu gering ist. Denjenigen sei gesagt, dass Frittenbude schon immer anders funktioniert haben und genau dieses Anderssein auf „Rote Sonne“ hegen und pflegen.

Anspieltipps:

  • Vida
  • Goldie
  • Süchtig
  • Alles was wir nicht tun
  • Die Dunkelheit darf niemals siegen
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