Powerwolf - Metallum Nostrum - Cover
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Powerwolf Metallum Nostrum


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
3.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album voll mit Coverversionen von Bands wie Iron Maiden, Judas Priest, Black Sabbath und Savatage. Kann man machen, muss man aber nicht machen.

The Sacrament Of Sin“ (07/2018, Platz eins in den deutschen Album-Charts) hat gerade einmal etwas mehr als ein halbes Jahr auf dem Buckel, da legen Powerwolf schon den nächsten Longplayer nach. Zwar befinden sich darauf keine eigenen Songs, doch mit Coverversionen von Hochkarätern wie Amon Amarth, Running Wild, Ozzy Osbourne, Chroming Rose, Black Sabbath, Iron Maiden, Gary Moore, Savatage und gleich zweimal Judas Priest, sollten die Power-Metaller ihre Fans trotzdem locken können. Es sei denn, diese sind bereits im Besitz des Albums. Wie das geht? Am Ende mehr dazu.

Jene Fans folgen der Band treu und sorgten dafür, dass 18 von 20 Konzerten der „Wolfsnächte Tour 2018“ ausverkauft waren. Und auch 2019 sind es ähnlich aus. Die Band ist seit dem 10. Januar schon wieder fleißig in ganz Europa unterwegs und vermeldet ein ausverkauftes Venue nach dem anderen. Wie praktisch, dass mit „Metallum Nostrum“ gleich ein frischer Tonträger der Herren Attila Dorn (Gesang), Matthew Greywolf (Gitarre), Charles Greywolf (Bass), Falk Maria Schlegel (Orgel) und Roel van Helden (Drums) abgegriffen werden kann.

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Cover-Alben gehören ja meistens nicht zu den prickelndsten Veröffentlichungen unter dieser Sonne. Irgendwer spielt die Klassiker eines oder diverser Kollegen nach, die im Normalfall eh schon perfekt sind und verleiht ihnen dabei hoffentlich wenigstens eine im wahrsten Sinne des Wortes eigene Note. Schlimmstenfalls wird die berühmte Vorlage aber nur eins zu eins nachgespielt, als wäre eine stets bemühte Dorfkapelle am Werk. Diesen Käse braucht dann wahrlich kein Mensch.

Im Fall von Powerwolf ist zumindest von Vorteil, dass die Band bereits einen eigenen Stil besitzt, den sie den Coverversionen überstülpen kann. Zudem hat sich die Band nur solche Songs herausgesucht, die zum Sound der Saarbrücker passen, in dem wuchtige Orgelklänge, kraftvoller Gesang, Doublebass-Geballer und ein klar strukturiertes Riffing die Basis ausmachen. Damit ließ sich im Prinzip nicht viel falsch machen.

Das Quintett greift seine persönlichen Einflüsse auf und setzt diese gekonnt in den Ur-Powerwolf-Sound um. Das garantiert dem Hörer „Heavy Metal, as Heavy Metal should be“. Aber Obacht: „Metallum Nostrum“ erschien ursprünglich schon als Bonus-CD der Deluxe-Ausgabe von „Blessed & Possessed” (07/2015) und ist nun erstmals einzeln erhältlich. Also lieber vorher noch mal die Plattensammlung checken, bevor das Album aus Versehen zum zweiten Mal gekauft wird.

Anspieltipps:

  • Edge of thorns
  • Headless cross
  • Power and glory
  • Out in the fields
  • The evil that men do
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The Sacrament Of Sin
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